Mercedes gönnt seiner Maybach S-Klasse die umfangreichste Modellpflege ihrer Geschichte. Rund 2700 Teile sind neu, über 50 Prozent des Fahrzeugs wurden überarbeitet. Die Luxuslimousine präsentiert sich mit neuer Software, elektrifizierten Motoren und verfeinertem Interieur. Der S680, das neue Topmodell, leistet mit seinem weiterentwickelten V8-Motor und einem 17-kW-Startergenerator bis zu 467 kW (635 PS) und über 1000 Newtonmeter Systemdrehmoment. Der Sprint von 0 auf 100 km/h gelingt in 4,0 Sekunden – so schnell war noch kein Maybach.
Design und Exterieur: Mehr Präsenz und Raffinesse
Der Kühlergrill wächst um 20 Prozent und erhält eine beleuchtete Kontur. Das neue Superlicht Digital Light mit 25.000 Dioden pro Scheinwerfer hat eine um 40 Prozent höhere Lichtausbeute und leuchtet bis zu 600 Meter weit. Kugelgelagerte Radnaben sorgen dafür, dass der Mercedes-Stern stets aufrecht steht. Die Motorhaube ziert eine Finne, roségoldene Akzente in den Scheinwerfern verleihen dem Fahrzeug eine juwelenartige Note. Der Maybach-Schriftzug im Grillrahmen leuchtet dezent. Optional können auch das Emblem an der C-Säule und der Stern auf der Motorhaube illuminiert werden – eine Statussymbolik für Menschen, die Status bereits im Namen tragen.
Interieur: Luxus-Habitat für die Elite
Bereits beim Öffnen der optionalen automatischen Komforttüren beginnt die Luxusreise. Die Tür gleitet lautlos auf, der Maybach-Schriftzug wird auf den Boden projiziert. Im Fond finden versilberte Champagnerkelche von Robbe & Berking ihren festen Platz, dahinter wartet ein Kühlfach. Die beiden Ottomanen mit ausfahrbaren Fußstützen massieren nun auch die Waden. Elektrisch verstellbare Luftdüsen fächern per Fernbedienung eine kühle Brise zu. Erstmals bietet Maybach ein lederfreies Interieur an. Aufwendige Steppungen und doppelte Ziernähte schaffen ein Ambiente, das sofort klar macht: Billig ist hier nichts.
Digitaler Luxus: MB.OS und KI-Assistent
Zwei 13,1-Zoll-Bildschirme im Fond ermöglichen den Zugriff auf Entertainment-, Komfort- und Fahrzeugfunktionen. Die Ambientebeleuchtung reagiert auf Sprachbefehle. Erstmals kommt das neue Betriebssystem MB.OS in der Maybach S-Klasse zum Einsatz. Die vierte Generation des MBUX-Systems arbeitet schneller, intelligenter und persönlicher. Der Virtual Assistant greift auf künstliche Intelligenz von Microsoft, Google und ChatGPT zurück, versteht komplexe Zusammenhänge und erinnert sich an frühere Gespräche – ein digitaler Concierge.
Antrieb: Elektrifizierte Kraftpakete
Neben dem S680 bietet Mercedes den S580 mit ebenfalls modernisiertem Achtzylinder und Mildhybrid (395 kW/537 PS) sowie den Plug-in-Hybriden S580e (430 kW/585 PS). Der S580e schafft rund 100 Kilometer rein elektrisch und ist ideal für Metropolen. In Märkten wie China, USA, Südkorea oder den Golfstaaten bleibt der legendäre Zwölfzylinder im Programm.
Fahrwerk und Komfort: Kathedrale der Ruhe
Die neue AIRMATIC-Luftfederung nutzt Car-to-X-Daten anderer Mercedes-Fahrzeuge und erkennt Straßenschäden im Voraus. Noch bevor ein Schlagloch erreicht wird, bereitet sich das Fahrwerk darauf vor. Der rund 2,5 Tonnen schwere Luxusdampfer bewegt sich mit Gelassenheit. Zusätzliche Geräusch- und Vibrationsdämmungen an Motoren und Karosserie verwandeln den Wagen in eine Kathedrale der Ruhe. Windgeräusche sind praktisch nicht vorhanden, Abrollgeräusche nur in homöopathischen Dosen.
Personalisierung und Preis
Das hauseigene Make-Up Studio Manufaktur bietet über 150 Lackfarben, mehr als 50 Ledervarianten und bis zu 400 Interieur-Versionen. Die ikonische Zweifarbenlackierung kostet fast 19.000 Euro extra. Der Listenpreis der Maybach S-Klasse beginnt bei 248.450 Euro für den S580e, der S680 ist ab 269.647 Euro erhältlich. „2700 Teile sind neu, über 50 Prozent des Fahrzeugs wurden angefasst und aktualisiert“, so Mercedes. Die Maybach S-Klasse bleibt ein Sinnbild für Opulenz, verschwenderischen Luxus und edle Größe – perfekt für Superreiche, die ohnehin gesehen werden.



