Porsche-Aufsichtsrat stimmt Sparpaket zu – bis zu 6000 Stellen bedroht
Porsche: Aufsichtsrat billigt Sparpaket – 6000 Stellen weg

Der Aufsichtsrat der Porsche AG hat dem seit Monaten diskutierten Sparpaket seine Zustimmung erteilt. Damit rückt ein massiver Stellenabbau in greifbare Nähe. Mehreren Medienberichten zufolge sollen in den kommenden Jahren bis zu 6000 Arbeitsplätze gestrichen werden – vor allem in der Verwaltung und in der Entwicklung.

Aufsichtsrat gibt grünes Licht für das Zukunftspaket

In der Aufsichtsratssitzung am 22. Juli 2026 stellte der Vorstand den aktuellen Verhandlungsstand des sogenannten Zukunftspakets vor. Ein Porsche-Sprecher erklärte: „Im Rahmen der heutigen Aufsichtsratssitzung der Porsche AG hat der Vorstand den aktuellen Stand der Verhandlungen des Zukunftspakets vorgestellt. Jetzt gilt es, die letzten Schritte zu finalisieren.“ Konkrete Details zu den Inhalten des Pakets nannte der Sprecher nicht.

Bereits im März hatte Porsche-Chef Michael Leiters angekündigt, den Sport- und Geländewagenbauer deutlich zu verschlanken und die bisherigen Sparprogramme zu verschärfen. Ein Stellenabbau sei dabei nicht ausgeschlossen. Nach Informationen der „Bild“-Zeitung könnten 5000 bis 6000 Stellen gestrichen und die Zahl der Auszubildenden mehr als halbiert werden. Auch das „manager magazin“ berichtete über einen Personalabbau dieser Größenordnung.

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Kürzungen bei Sonderzahlungen und Weihnachtsgeld

Laut „Bild“ plant Leiters, die jährlichen Sonderzahlungen an die Beschäftigten, die in guten Jahren hoch vierstellig ausfielen, auf 1500 Euro zu deckeln. Zudem soll das Weihnachtsgeld gekürzt werden. Im Gegenzug könnte die Beschäftigungssicherung, die betriebsbedingte Kündigungen bis Mitte 2030 ausschließt, verlängert werden.

Ein Porsche-Sprecher lehnte eine Stellungnahme zu den konkreten Zahlen ab. Das Unternehmen ließ jedoch durchblicken, dass noch keine Einigung mit dem Betriebsrat und der IG Metall erzielt wurde. Im Falle einer Einigung wolle die Volkswagen-Tochter den Sparplan am kommenden Montag veröffentlichen, nachdem die Mitarbeiter in einer Betriebsversammlung in Stuttgart informiert worden seien.

Bereits frühere Sparmaßnahmen

Es ist nicht das erste Sparpaket, das Porsche auflegen muss. Bereits vor eineinhalb Jahren hatte der Autobauer angekündigt, in der Region Stuttgart bis 2029 rund 1900 Stellen sozialverträglich abzubauen. Zudem sind die Verträge von etwa 2000 befristeten Angestellten ausgelaufen. Im Leipziger Werk wurden ebenfalls Stellen gestrichen, und drei Tochterfirmen mit insgesamt rund 500 Beschäftigten sollen geschlossen werden.

Der Stellenabbau ist Teil eines umfassenden Umbaus bei Porsche, der das Unternehmen angesichts sinkender Gewinne und hoher Investitionen in die Elektromobilität wettbewerbsfähiger machen soll. Die endgültigen Entscheidungen stehen jedoch noch aus, da die Verhandlungen mit den Arbeitnehmervertretern laufen.

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