Ein entspannter Grillabend in der Toskana endete am Samstagabend in einer Tragödie. Ein Wolf drang in den Innenhof eines Bauernhauses in Orbicciano ein und attackierte einen zweijährigen Jungen. Die siebenjährige Mischlingshündin Destiny stellte sich dem Raubtier mutig entgegen und rettete dem Kind das Leben – bezahlte diesen Einsatz jedoch mit ihrem eigenen.
Wolf vom Grillgeruch angelockt
Die Familie war erst im April 2025 in das abgelegene Bauernhaus im Bergdorf Orbicciano gezogen. Obwohl es bereits Berichte über Wölfe in der Gegend gab, war das Grundstück laut Polizeiangaben nicht eingezäunt. Das Tor zum Hof stand offen, als der ausgewachsene Wolf gegen 21.30 Uhr eintraf, berichteten lokale Medien. Vater Tommaso (39) bereitete gerade das Barbecue vor, während seine Frau Paula (40) in der Küche stand. Ihr Sohn spielte mit dem Hund Destiny im Hof.
Hund stellt sich dem Angreifer
Der Wolf, offenbar angelockt vom Duft des Grillfleischs, lief zielstrebig auf den Zweijährigen zu. Der Vater bemerkte die Gefahr zunächst nicht. Erst als Destiny das Raubtier bemerkte, stellte sie sich ihm entgegen und verhinderte, dass der Wolf nach dem Kind schnappen konnte. Tommaso hörte das Wimmern seines Hundes, drehte sich um und sah mit Entsetzen, wie der Wolf Destiny in den Hals biss und sie in ein Gebüsch zerrte. Paula brachte das Kind ins Haus und versuchte vergeblich, Destiny zu retten – für die Hündin kam jede Hilfe zu spät.
Mehrere Wölfe vermutet
Der Vorfall wirft Fragen auf. Vom Nationalen Verband für den Schutz der Umwelt und des ländlichen Lebens hieß es: „Um einen Hund von etwa 22 Kilo wie diesen zu verschlingen, müssen mindestens drei oder vier Wölfe da gewesen sein.“ Der Verband wies auf die zunehmende Zahl von Wölfen hin, die sich bewohnten ländlichen Gebieten nähern. Die Bewohner seien deshalb zunehmend beunruhigt.



