Skoda eröffnet Hightech-Batteriefabrik: 205 Millionen Euro für 335.000 Systeme jährlich
Skoda eröffnet Hightech-Batteriefabrik für 335.000 Systeme

Skoda eröffnet Hightech-Fabrik für Batteriesysteme in Tschechien

Die tschechische Volkswagen-Tochter Skoda hat nach weniger als einem Jahr Bauzeit eine neue Montagehalle für Batteriesysteme am Stammsitz in Mlada Boleslav eröffnet. Mit einer Investition von 205 Millionen Euro und einer Fläche von 55.000 Quadratmetern markiert diese Eröffnung einen bedeutenden Schritt in der Elektromobilitätsstrategie des Automobilherstellers.

Produktionskapazität und Technologie im Fokus

In der neuen Fabrik können Roboter im 60-Sekunden-Takt Batteriesysteme für bis zu 335.000 Fahrzeuge pro Jahr produzieren. Dies wird durch eine hohe Automatisierungsrate und den Einsatz von 131 Industrierobotern ermöglicht. Skoda setzt dabei auf die innovative „Cell-to-Pack“-Technik, bei der Batteriezellen direkt in das Akkupaket integriert werden, ohne den Zwischenschritt über ein Modul. Diese Methode zeichnet sich durch Langlebigkeit, vereinfachte Fertigung und Kosteneffizienz aus.

Strategische Bedeutung innerhalb des Volkswagen-Konzerns

Mit dieser Investition wird Skoda zum größten Hersteller von Batteriesystemen für batterieelektrische Fahrzeuge (BEV) innerhalb des Volkswagen-Konzerns. Thomas Schäfer, Chef der Kernmarke VW, betonte die wachsende Rolle von Skoda als wichtiges Zugpferd im Konzern. Im vergangenen Jahr lieferte Skoda erstmals seit 2019 wieder mehr als eine Million Fahrzeuge aus, wovon über 20 Prozent Elektroautos oder Plug-in-Hybride waren.

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Arbeitsteilung und zukünftige Modelle

Innerhalb des Volkswagen-Konzerns herrscht eine klare Arbeitsteilung: Während in Spanien Batteriesysteme für Kleinwagen wie den VW ID. Polo produziert werden, konzentriert sich Tschechien auf Systeme für mittelgroße und größere Fahrzeuge. Skoda plant für dieses Jahr die Premiere des vollelektrischen City-SUV Epiq und des Flaggschiffs Peaq mit bis zu sieben Sitzen. Der Epiq soll dabei in Spanien gebaut werden.

Politische Unterstützung und wirtschaftliche Auswirkungen

An der Eröffnungsfeier nahmen der tschechische Regierungschef Andrej Babis und Industrieminister Karel Havlicek teil, was die politische Bedeutung des Projekts unterstreicht. Skoda fertigt bereits seit September 2019 Hochvolt-Batteriesysteme und stärkt mit dieser neuen Fabrik seine Position als Schlüsselplayer in der europäischen Elektromobilitätsbranche.

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