Sommerreifen-Test: Zehn Modelle im Vergleich für sportliche Fahrzeuge
Sommerreifen-Test: Zehn Modelle für sportliche Autos

Sommerreifen im Vergleich: Zehn Modelle für sportliche Fahrzeuge

Wer einen sportlichen Kompakten oder ein Mittelklasseauto fährt, stellt häufig höhere Ansprüche an die Bereifung. Ein aktueller Test zeigt nun, was Sommerreifen in der Dimension 235/45 R 18 wirklich leisten können.

Hohe Anforderungen an moderne Sommerreifen

Nicht nur Ganzjahresreifen müssen wahre Alleskönner sein. Auch die spezialisierten Profis für die warme Jahreszeit müssen zahlreiche Talente vereinen, um zu überzeugen. Sommerreifen sollen mit exzellenter Haftung für kurze Bremswege und ein vorhersehbar stabiles Fahrverhalten sorgen.

Doch die Erwartungen gehen noch weiter, wie die Gesellschaft für Technische Überwachung (GTÜ) betont: Die Pneus müssen zusätzlich sparsam abrollen, leise laufen, sanft federn, lange halten und Fahrspaß vermitteln. Das ist bereits eine anspruchsvolle Liste, doch sie wird noch ergänzt durch weitere Kriterien: Schutz vor Aquaplaning, geringer Abrieb mit minimaler Feinstaubemission und ein angemessener Preis.

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Umfangreicher Test mit zehn Kandidaten

Die GTÜ ging gemeinsam mit dem Auto-, Motor- und Radfahrerbund Österreich (ARBÖ) und der „Auto Zeitung“ auf die Suche nach solch idealen Reifen. Im Fokus standen zehn Sommerreifen der Dimension 235/45 R 18, die sich einem umfassenden Prüfprogramm unterziehen mussten.

Das Testfeld umfasste teure Premiumreifen, drei Qualitätsreifen aus dem mittleren Preissegment sowie drei günstigere Produkte. Die Preisspanne reichte dabei von etwa 295 bis 765 Euro pro kompletten Satz.

Erfreuliches Ergebnis: Mehr als die Hälfte der Modelle – genau sechs – schnitt mit der Bewertung „sehr empfehlenswert“ ab. Solange die Straßenverhältnisse gut sind, bieten laut GTÜ alle getesteten Reifen ein erfreuliches Sicherheitsniveau.

Allerdings setzen die verschiedenen Modelle individuelle Akzente in Bereichen wie Handling, Komfort oder der prognostizierten Laufleistung. Auf nasser Fahrbahn offenbarte der Test hingegen erhebliche Unterschiede in der Griffigkeit, insbesondere beim Bremsverhalten.

Die besten Reifen im Detail

Continental Premium Contact 7 (745 Euro/Satz): Der klare Testsieger überzeugt auf nasser Fahrbahn überragend und auf trockener Straße sehr gut. Die Tester beschreiben ihn als rundum überzeugenden Reifen ohne Schwächen, dafür mit vielen Stärken.

Goodyear Eagle F1 Asymmetric 6 (700 Euro): Dieser vielseitige Reifen sichert sich mit sportlichen Tugenden, hohen Sicherheitsreserven und Langlebigkeit den zweiten Platz.

Pirelli Cinturato C3 (720 Euro): Auf dem dritten Rang platziert, überzeugt dieser Pneu durch ausgewogene Eigenschaften sowohl bei Nässe als auch auf trockener Straße.

Firestone Roadhawk 2 (565 Euro): Als Preis-Leistungs-Empfehlung landet dieser Reifen auf Platz vier. Er bietet nicht nur eine gute Nass-Haftung, sondern kann laut Testern sogar mit den Premium-Pneus konkurrieren.

BF Goodrich Advantage 2 (640 Euro): Rang fünf geht an diesen Reifen mit solider Nass-Haftung und insgesamt ausbalancierter Performance.

Spezialisten und Schlusslicht

Fahrer, die individuelle Schwerpunkte setzen, sollten den Michelin Primacy 5 (765 Euro/Satz) beachten. Zwar ist er der teuerste Pneu im Testfeld, verspricht dafür aber die höchste Laufleistung, den geringsten Energieverbrauch, wenig Abrieb und leise Rollgeräusche.

Der billigste Satz zu 295 Euro hingegen fällt in nahezu jeder Disziplin ab und landet auf dem letzten Platz. Die Tester relativieren seinen niedrigen Preis deutlich: „Der Kauf lohnt sich nicht“, lautet das eindeutige Fazit.

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