Stellantis meldet Milliardenverlust: Trump-Kehrtwende bei E-Autos treibt Opel-Mutter in die Krise
Stellantis: 22 Mrd. Euro Verlust durch Trump-Elektrowende

Stellantis verzeichnet gigantischen Verlust von 22,3 Milliarden Euro

Der internationale Automobilkonzern Stellantis, zu dem unter anderem die Marken Opel, Fiat, Peugeot und Jeep gehören, hat im vergangenen Geschäftsjahr einen gewaltigen Verlust von 22,3 Milliarden Euro gemeldet. Diese tiefroten Zahlen sind vor allem auf die radikale Kehrtwende der US-Regierung unter Präsident Donald Trump im Bereich der Elektromobilität zurückzuführen.

Trump-Politik führt zu massiven Abschreibungen

Bereits vor einigen Wochen hatte Stellantis angekündigt, erhebliche finanzielle Belastungen durch Wertminderungen in Höhe von 25,4 Milliarden Euro verkraften zu müssen. Der Grund: Die Trump-Administration strich Subventionen für Elektrofahrzeuge und lockerte Abgasvorschriften, was zu einem dramatischen Einbruch der Nachfrage nach E-Autos auf dem wichtigen US-Markt führte.

Der neue Konzernchef Antonio Filosa, der eigentlich angetreten war, um Stellantis nach internen Krisen zu stabilisieren, sieht sich nun mit einer gewaltigen Herausforderung konfrontiert. Sein Großreinemachen wird den Konzern noch für Jahre mit Milliardenbelastungen beschäftigen.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Strategiewechsel: Mehr Verbrenner, weniger Elektro

Als Reaktion auf die veränderte Marktsituation vollzieht Stellantis einen deutlichen Strategiewechsel:

  • Elektromodelle werden aus dem Programm gestrichen oder reduziert
  • Das Angebot an Verbrennungsmotoren und Hybridfahrzeugen wird ausgeweitet
  • Produktionsprozesse und Lieferketten werden umstrukturiert

Auch die anderen großen US-Autokonzerne General Motors und Ford mussten bereits milliardenschwere Abschreibungen auf ihre Elektrostrategien vornehmen, was die Branchenkrise unterstreicht.

Lange Erholungsphase erwartet

Stellantis rechnet erst ab dem Jahr 2027 wieder mit einem positiven Free Cashflow im Kerngeschäft. Bis dahin wird der Konzern, der seine Wurzeln in Frankreich, Italien und den USA hat, mit den Folgen der politischen Weichenstellungen zu kämpfen haben. Die schwache Nachfrage nach Elektrofahrzeugen betrifft den Konzern sowohl in Nordamerika als auch in Europa und setzt ihn unter erheblichen Preisdruck.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration