Zwei Swiss-Piloten betrunken: Crew verhindert Start in Genf
Swiss-Piloten betrunken – Crew stoppt Start

Vorfall am Flughafen Genf

Zwei Piloten der Schweizer Lufthansa-Tochter Swiss sind am Abend vor ihrem Flug so stark betrunken gewesen, dass sie am nächsten Morgen noch deutlich alkoholisiert waren. Die Crew bemerkte den Zustand der beiden Männer und verhinderte den Start des Airbus A220. Die Piloten wurden noch im Crew-Hotel aus dem Einsatz genommen und vorläufig suspendiert. Der Vorfall ereignete sich bereits im Mai, wie das Fachportal „Aero Telegraph“ und die Schweizer Zeitung „Blick“ berichten.

Details zum Ablauf

Den Berichten zufolge saßen die Piloten am Vorabend in einem Hotel in Genf auf ein paar Drinks zusammen. Anonyme Beobachter beschreiben ihren Zustand als „deutlich alkoholisiert“. Am nächsten Morgen sollten sie einen Airbus A220 zu einem Ziel in Europa steuern. Crewmitglieder bemerkten jedoch die Alkoholisierung und meldeten diese. „Die Hinweise waren so konkret, dass wir an der Einsatzfähigkeit der Piloten zweifeln mussten“, sagte ein Sprecher von Swiss gegenüber „Aero Telegraph“. „Die beiden Piloten wurden vor Beginn ihres Dienstes noch im Crew-Hotel aus dem Einsatz genommen und ersetzt.“ Die Airline betonte, dass die Piloten zu keinem Zeitpunkt alkoholisiert im Cockpit gesessen hätten.

Konsequenzen für die Piloten

Die beiden Männer wurden vorläufig vom Dienst suspendiert. Der Fall wird derzeit geprüft. Ihnen droht eine Abmahnung oder im schlimmsten Fall die Entlassung. Offenbar haben sich die Piloten nicht als dienstunfähig gemeldet. Swiss teilte mit: „Unsere Sicherheitsmechanismen funktionieren: Mitarbeitende haben ihre Verantwortung wahrgenommen und ihre Beobachtungen gemeldet. Wir haben sofort gehandelt und die vorgesehenen Prozesse angewendet.“

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Alkoholregeln im Flugverkehr

Für Cockpit-Crews gilt in Europa eine Grenze von 0,2 Promille, die vor allem Messfehler oder Restalkohol durch Lebensmittel abfangen soll. Viele Airlines schreiben intern jedoch eine 0,0-Promille-Regel vor – so auch Swiss. Zudem gilt die Achtstunden-Regel („eight hours from bottle to throttle“), viele Fluggesellschaften verlangen jedoch zwölf oder 24 Stunden Abstinenz vor einem Einsatz. „Sicherheit hat für uns oberste Priorität. Für unsere Crewmitglieder gelten klare und strenge Vorgaben zum Umgang mit Alkohol. Sie dürfen ihren Dienst nicht unter Alkoholeinfluss antreten oder ausüben“, so die Airline. „Wir haben höchste Ansprüche an unsere Flugsicherheit und unsere Crews und tolerieren keinen Alkoholmissbrauch.“

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