Tatjana Maria will mit Tochter Charlotte 2028 im Doppel spielen
Tatjana Maria: Doppel mit Tochter 2028 geplant

Tatjana Maria, die 38-jährige Tennisprofi aus Bad Saulgau, hat einen klaren Plan: Sie will auf der WTA-Tour bleiben, bis ihre Tochter Charlotte (12) selbst auf der Tour spielt. Spätestens 2028 sollen beide gemeinsam im Doppel bei Turnieren antreten. Nach ihrem Erstrundensieg in Wimbledon nährte Maria die Hoffnung, dass dieser Traum Wirklichkeit wird.

Mutter und Tochter als Team

„Charlotte ist mein Geheimnis. Mein Ziel ist es, auf der Tour zu bleiben, bis sie anfängt. Sie will unbedingt noch mit mir spielen. Deswegen versuche ich alles, dass das gelingt“, sagt die Nummer 96 der Weltrangliste. Ihr Ehemann Charles-Edouard (52) trainiert sowohl Maria als auch die Tochter, was die Vereinbarkeit von Familie und Karriere erleichtert. „Mir macht das super Spaß, ich spiele sehr gern Tennis, aber ich bin an erster Stelle Mama. Meine Kinder sind mir wichtiger als die Karriere.“

Charlotte, die im Dezember 13 wird, trainiert bereits intensiv, bestreitet aber noch fast keine Turniere. „Sie spielt fast keine Turniere, aber trainiert gut. Ich trainiere auch hier mit ihr. Sie ist aber immer noch zwölf. Die Karriere ist sehr, sehr lang, daher ist nicht die Jugendkarriere das Ziel, sondern sie soll mit 14 gleich auf die WTA-Tour gehen“, erklärt Maria. Ab 14 Jahren sind fünf Turniere pro Jahr erlaubt, und dann soll auch das gemeinsame Doppel beginnen.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Training mit den Großen

Charlottes Talent bleibt in der Tennisszene nicht verborgen. Immer öfter fragen Top-Spielerinnen, ob sie mit der Zwölfjährigen trainieren können. Sogar die Weltranglistenerste Aryna Sabalenka (28) gehört dazu. „Es wird mehr und mehr, dass sie mit den Großen trainiert. Alle lieben sie, und sie ist ja auch ein nettes Mädchen. Dann sagen sie: ‚Komm, wir üben zusammen, wenn du Zeit hast.‘“ Maria selbst sieht ihre Tochter als eine andere Spielerin: „Sie kann auch Slice spielen wie ich, liebt es auch, ans Netz zu kommen, aber sie spielt generell anders als ich.“

Karriereende kein Thema

Nach über 20 Jahren auf der Tour denkt Maria nicht ans Aufhören. „Charlotte wurde immer besser und man merkte, sie will das auch. Ich habe daher bis heute nie wirklich daran gedacht aufzuhören. Mir gefällt zu sehen, dass sie es mögen, auf der Tour zu sein, das Reisen, immer dieselben Freunde zu sehen. Wenn sie das genießen, geht's mir auch gut“, so die Halbfinalistin von Wimbledon 2022.

Einziger Wermutstropfen: Charlotte wird nicht für Deutschland, sondern für Frankreich antreten. „Die Förderung und die Strukturen sind da einfach besser als bei uns“, erklärt Maria. Am Mittwoch trifft sie in Wimbledon auf die Amerikanerin Iva Jovic (20) – eine Gegnerin, die sich künftig wohl auch mit Charlotte messen muss. „Ist schon komisch. Jetzt spielt sie gegen die Mutter und den Großteil ihrer Karriere gegen die Tochter“, lacht Maria.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration