Der französische Energiekonzern TotalEnergies hat dank der durch den Iran-Krieg ausgelösten Ölpreisrally das beste Quartalsergebnis seit fast drei Jahren erzielt. Der bereinigte Nettogewinn sprang im zweiten Quartal 2026 im Jahresvergleich um 67 Prozent auf sechs Milliarden Dollar, wie das Unternehmen mitteilte. Damit übertraf der Gewinn sogar den Wert des ersten Quartals 2026, der bei 5,4 Milliarden Dollar lag.
Analysten hatten mit Gewinnwachstum gerechnet
Analysten hatten bereits mit einem Gewinnwachstum in dieser Größenordnung gerechnet. Die Aktionäre sollen daran teilhaben: Für das dritte Quartal kündigte TotalEnergies Aktienrückkäufe im Volumen von 1,5 Milliarden Dollar an.
Ursachen der Ölpreisrally
Der Krieg zwischen den USA, Israel und dem Iran sowie die faktische Schließung der Straße von Hormus haben das weltweite Angebot verknappt und die Preise für Rohöl und Gas auf Mehrjahreshochs getrieben. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete zwischen April und Juni im Schnitt rund 97 Dollar – 45 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.
Raffinerie und Chemie mit Gewinnsprung
Besonders stark profitierte TotalEnergies von den Engpässen am Persischen Golf in seinem Geschäftsfeld Raffinerie und Chemie. Hier schoss der Gewinn um 362 Prozent auf 1,8 Milliarden Dollar in die Höhe, angetrieben von starken Margen und einem lukrativen Handel mit den knappen Kraftstoffen. In der Sparte Exploration und Produktion kletterte das Ergebnis um 64 Prozent auf 3,2 Milliarden Dollar.
LNG-Geschäft mit Einbußen
Einen Dämpfer verzeichnete TotalEnergies hingegen im Geschäft mit verflüssigtem Erdgas (LNG): Wegen schwacher Nachfrage in Europa sank der Gewinn in diesem Bereich um 22 Prozent auf 807 Millionen Dollar.



