Triathlon-Star Bleymehl: Weltklasse als dreifache Mutter in Roth
Triathlon-Star Bleymehl: Weltklasse als dreifache Mutter

Die beiden jüngsten Kinder schlafen oft noch, wenn die Mama von der ersten Trainingseinheit zurückkommt. Um fünf Uhr morgens steht Daniela Bleymehl auf, dann steht meist Schwimmen auf dem Programm. Die 37-jährige Weltklasse-Triathletin führt ihr Leben als Profisportlerin mit mittlerweile drei Kindern. Interviews werden auch per Video mit der nicht einmal ein Jahr alten Tochter auf dem Schoß geführt. Improvisation ist gefragt.

Herausforderung Familienleben und Spitzensport

„Am Rennwochenende habe ich natürlich schon ganz gerne eine gewisse Ordnung, aber dann stehen manche Sachen auf einmal da und 20 Sekunden später schon wieder woanders“, erzählt Bleymehl, die mit ihrer Familie in Darmstadt lebt. Trotz des Chaos funktioniert am Ende alles. Die Athletin will in diesem Jahr bei der Challenge Roth erneut angreifen. Acht Jahre nach ihrem Sieg dort möchte sie auf persönliche Bestzeitjagd gehen.

Ziele und Motivation

„Sportlich träume ich davon, mich selbst noch mal zu übertreffen und in Roth mein volles Potenzial abzurufen“, sagt sie. „Meine Voraussetzungen sind heute andere als früher, aber genau deshalb möchte ich meinen Kindern zeigen, dass Leidenschaft, harte Arbeit und große Ziele ihren Wert nie verlieren.“ Bleymehl zählt im Langstrecken-Triathlon seit Jahren zur Weltspitze – auch dank der Kinder. Die Schwangerschaften gäben eine Pause für den Kopf, erklärt sie. Der ständige Kampf um die letzten Reserven könne sonst ausbrennen lassen.

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Erfolge nach Babypausen

Ihre Karriere zeichnet sich durch schnelle Comebacks nach Geburten aus. 2011 bekam sie ihren Sohn, ein Jahr später gewann sie den Triathlon in Buschhütten. 2015 siegte sie beim Ironman auf Mallorca. 2021 kam das zweite Kind, und 2022 triumphierte sie beim Ironman in Südafrika und Frankfurt. 2023 brach sie die Saison ab, das dritte Kind war unterwegs. Doch auch diese Pause bremste sie nicht: Mit einem Podiumsplatz in Südafrika und der Qualifikation für die WM auf Hawaii meldete sie sich zurück.

Vorbild für Kinder und Sportler

„Sich selbst zu motivieren, aufzustehen nach Rückschlägen – das möchte ich auch vorleben“, sagt Bleymehl. Der aufwändige und teure Sport mit Familie ist eine Herausforderung. Die PTO gewährt 15 Monate bezahlten Mutterschaftsurlaub. Doch Präsenz ist für Sponsoren entscheidend, und Pausen sind hinderlich. „In dieser Phase braucht man die Unterstützung am meisten“, betont sie. Ihre Babypausen sind dennoch kurz, weil sie ihren Sport liebt. 2018 gewann sie Roth in einem dramatischen Finale gegen Lucy Charles-Barclay.

„Daniela inspiriert Menschen weit über ihre sportlichen Erfolge hinaus und ist ein absolutes Vorbild“, sagt Roth-Rennleiter Felix Walchshöfer. „Ihr Weg zurück nach Roth zeigt beeindruckend, wie gut sie als dreifache Mutter Leistungssport, Familie und große Ziele verbindet.“

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