US-Präsident Donald Trump verschärft seinen Druck auf die internationale Pharmabranche: Ab Sommer 2028 sollen für ein Jahr Sonderabgaben von 100 Prozent auf sogenannte Generika erhoben werden, danach steigt der Satz auf 200 Prozent. Dies kündigte Trump auf seiner Plattform Truth Social an. Generika sind kostengünstige Nachahmerprodukte von Markenmedikamenten.
Trump will Produktion in die USA zurückholen
Bis Sommer 2028 sollen nach Trumps Willen keine Zölle auf Generika anfallen. Diese Frist sei dazu gedacht, dass Unternehmen ihre Produktion von Generika in die USA verlagern. Wer sich dagegen entscheide, werde bestraft, drohte Trump, ohne konkrete Strafmaßnahmen oder die gesetzliche Grundlage für die Zölle zu nennen. Bereits im Frühjahr hatte Trump einen 100-Prozent-Zoll auf patentgeschützte Marken-Arzneimittel angekündigt, gestaffelt ab Ende Juli 2026, mit Ausnahmen für Handelsabkommen oder Produktion in den USA.
Ziel: Senkung der hohen Arzneimittelpreise in den USA
Trump will die vergleichsweise hohen Arzneimittelpreise in den USA senken. Er wirft Herstellern vor, mit günstigerer Produktion im Ausland den Wettbewerb zulasten US-amerikanischer Firmen zu verzerren. In den USA werde besonders kostenintensiv in der Pharmaforschung investiert. Die Ankündigung erfolgte ohne Angabe von Details zur Umsetzung oder zu möglichen Ausnahmen. Die Maßnahme könnte weitreichende Folgen für den globalen Pharmamarkt haben.



