Unions Nachwuchsförderung: Kooperation mit Zukunft?
Oluwaseun Ogbemudia (19) trägt künftig wieder das Trikot der Eisernen. Im Januar lieh Union Berlin das Abwehrtalent an Waldhof Mannheim aus – mit Erfolg. Beim Drittligisten entwickelte sich Ogbemudia zum Leistungsträger, verpasste nur vier Spiele (davon zwei verletzungsbedingt) und gewann mit Waldhof den Badischen Landespokal, wobei er im Finale über 90 Minuten auf dem Platz stand. Nun kehrt der 19-Jährige zu Union zurück. Doch die Verbindung zwischen den Vereinen bleibt bestehen: Wie die Rhein-Neckar-Zeitung berichtet, wird hinter den Kulissen bereits am nächsten Leihgeschäft gearbeitet. Auch in der kommenden Saison soll ein Union-Talent nach Mannheim ausgeliehen werden.
Warum die Kooperation so gut funktioniert
Der wichtigste Grund für den engen Draht zwischen Köpenick und dem südwestdeutschen Stadtteil-Klub: Für Unions Geschäftsführer Horst Heldt (56) ist Waldhofs Manager Gerhard Zuber (50) kein Unbekannter. Von 2011 bis 2016 arbeiteten sie auf Schalke zusammen, später auch in Hannover, bis Heldt den Verein 2019 verließ. Dieses gute Verhältnis bildet die Basis für eine mögliche langfristige Zusammenarbeit.
Union setzt verstärkt auf Nachwuchs
Union Berlin will künftig vermehrt auf Nachwuchsarbeit setzen. Der erste Schritt war der Bau des neuen Nachwuchsleistungszentrums. Mit Mauro Lustrinelli (50) haben die Eisernen einen Trainer verpflichtet, der junge Spieler entwickeln kann. Dennoch kann sich ein Bundesligist nicht allein auf den eigenen Nachwuchs verlassen. Leihgeschäfte werden daher ein zentrales Mittel bleiben, um den Jung-Profis Spielpraxis zu ermöglichen.
Kandidaten für die nächste Leihe
Für eine Leihe nach Mannheim gibt es bei Union mehrere Kandidaten: Julien Friedrich (19) kehrt nach 1 1/2 Jahren von Altglienicke zurück, wo er Erfahrung in der Regionalliga sammelte. Andrik Markgraf (20) und David Preu (21) konnten in der vergangenen Saison noch keine Profi-Einsätze für die Eisernen verbuchen. Hinzu kommen drei U19-Spieler, die im Sommer in den Profi-Kader aufrücken: Leon Prosche (19), Tim Blaszczak (19) und Mekhi Gray (19). Führt ihr Weg bald zu den „Buwe“, wie die Waldhöfer rund um Mannheim genannt werden?
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