Volkswagen Bulli-Vergleich: Caravelle, ID. Buzz und Multivan im Test
VW Bulli-Vergleich: Drei Busse, drei Antriebe im Test

Volkswagen Bulli-Vergleich: Drei Busse, drei Antriebe im Test

Was im Jahr 1950 mit dem legendären T1 begann, hat sich heute zu einer riesigen Bulli-Familie entwickelt. Doch welcher Volkswagen Bus passt am besten zu Ihrem Alltag, Ihren Urlaubsplänen und Ihrem Budget? AUTO BILD hat die drei aktuellen Modelle Caravelle, ID. Buzz und Multivan einem umfassenden Vergleich unterzogen.

Die drei Welten der Volkswagen Bullis

Volkswagen bietet gegenwärtig drei völlig unterschiedliche Busmodelle an: Den Caravelle mit Dieselantrieb, den Multivan als Plug-in-Hybrid und den ID. Buzz als vollelektrischen Trend-Bulli. Alle drei Modelle treten in der Langversion an, wobei die Verbrennermodelle mit Allradantrieb ausgestattet sind, während der ID. Buzz mit Heckantrieb unterwegs ist.

Neben klassischen Kriterien wie Platzangebot, Komfort und Fahreigenschaften spielen bei diesem Vergleich die Kosten eine entscheidende Rolle. Grundpreis, Wertverlust, Verbrauch und Unterhaltskosten ergeben am Ende den Preis pro gefahrenem Kilometer.

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VW Caravelle: Viel Raum, aber wenig Begeisterung

Der neue Caravelle basiert technisch auf Ford-Technologie – und das ist deutlich spürbar. Der 170-PS-Dieselmotor klingt rau, wirkt bereits im Leerzustand behäbig und entwickelt sich bei voller Beladung zu einer echten Wanderdüne. Auch der große Wendekreis macht den XXL-Bus im Stadtverkehr unhandlich.

Bis zu neun Personen finden in dem großen Bulli Platz, wobei die Einzelsitze im hinteren Bereich ausbaubar sind. Dies schafft ein enormes Ladevolumen von 5,5 Kubikmetern. Allerdings wirkt die Verarbeitung insgesamt eher einfach, und auf Kopfsteinpflaster macht sich deutlich hörbares Klappern bemerkbar.

Preis: Mindestens 66.319 Euro. Das sind echte Bulli-Summen, allerdings mit Ford-Genen im Hintergrund.

VW ID. Buzz: Modern, bequem und mit kurzer Leine

Optisch ein echter Hingucker, innen hochwertig und clever durchdacht. Die Sitze sind verschiebbar, die Lehnen lassen sich flachlegen, und der Kofferraum bietet reichlich Stauraum. Der 286-PS-Elektromotor sorgt für kräftigen Vortrieb, während Komfort und Fahrgefühl voll überzeugen.

Im Test verbrauchte der ID. Buzz 28,8 kWh pro 100 Kilometer, was die Reichweite des 86-kWh-Akkus auf etwa 298 Kilometer reduziert. Auch die maximale Zuladung von nur 594 Kilogramn fällt eher mager aus.

Preis: Ab 62.903 Euro. Die praktische Wärmepumpe kostet dabei extra.

VW Multivan: Bus mit Pkw-Komfort

Der sogenannte „T7“ fährt dank seiner MQB-Basis fast wie ein großer Kombi: komfortabel, agil und leise. Die Sitzschienen im Boden stellen ein echtes Highlight dar, da die Sitze nahezu beliebig verschoben werden können.

Trotz des großzügigen Kofferraums darf der Plug-in-Hybrid lediglich 521 Kilogramm zuladen. Bei Familienurlauben oder Großeinkäufen kann es daher schnell eng werden.

Preis: Ab 74.024 Euro. Komfort hat eben seinen Preis.

Fazit des Bulli-Vergleichs

Wer sich beim Bulli schon immer vom typischen Transporter-Feeling gestört fühlte, liegt mit dem Multivan genau richtig. Hier reist es sich komfortabel, das Handling bleibt Pkw-ähnlich, und die Sitze lassen sich flexibel arrangieren. Als Plug-in-Hybrid mit Allradantrieb ist der Grundpreis allerdings recht hoch.

Mit dem ID. Buzz werden Familien trotz der geringsten Kilometerkosten nur bedingt glücklich. Die Reichweite ist insbesondere im Winter eher mäßig. Dafür fährt der E-Bus ausgezeichnet und ist sauber verarbeitet. Als Hotel- oder Flughafen-Shuttle stellt er eine erstklassige Wahl dar.

Wer viel zu transportieren hat und sowohl Menschen als auch Material bewegen muss, kommt an der Caravelle kaum vorbei. Zwar wirken sich die Ford-Gene nicht immer positiv aus, dafür schleppt die Caravelle aber auch große Lasten. Der Preis ist dabei durchaus ambitioniert.

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