Volkswagen vor radikaler Wende: Werksschließungen bis 2031 geplant
VW vor radikaler Wende: Werksschließungen bis 2031

Volkswagen-Chef Oliver Blume treibt einen radikalen Sanierungsplan voran

Volkswagen steht vor einer tiefgreifenden Umstrukturierung. Konzernchef Oliver Blume hat einen drastischen Plan vorgelegt, der vorsieht, dass in zwei großen VW-Fabriken innerhalb von fünf Jahren die Produktion eingestellt wird. Die Werke in Zwickau und einem weiteren Standort sollen demnach bis zum Jahr 2031 geschlossen werden. Dies berichtet der Spiegel unter Berufung auf interne Unternehmenskreise.

Proteste und schlechte Stimmung in der Belegschaft

Die Ankündigung hat bereits jetzt für massive Verunsicherung und Unmut in der Belegschaft gesorgt. Vor dem VW-Werk in Zwickau kam es zu Protesten, bei denen Mitarbeiter ihrer Wut über die geplanten Schließungen Luft machten. „Die Stimmung im Unternehmen ist im Keller“, zitiert der Spiegel einen nicht namentlich genannten Betriebsrat. Viele Beschäftigte fürchten um ihre Arbeitsplätze, da die Schließungen voraussichtlich tausende Stellen kosten könnten.

Gründe für die Radikalkur

Hintergrund des harten Kurses sind die anhaltenden Absatzprobleme bei Elektroautos und der hohe Kostendruck. VW leidet unter der schwachen Nachfrage nach E-Fahrzeugen, insbesondere in Europa. Hinzu kommen steigende Energiekosten und der Wettbewerb mit chinesischen Herstellern. Blume will den Konzern mit dem Sparkurs langfristig wettbewerbsfähig machen. Experten zweifeln jedoch, ob die Maßnahmen ausreichen, um die Krise zu bewältigen.

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Chancen auf Umsetzung stehen schlecht

Trotz des Drucks von oben stehen die Chancen auf eine Umsetzung der Pläne laut Spiegel so schlecht wie nie. Der Widerstand der Gewerkschaften und der Politik ist groß. Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) hatte bereits mehrfach betont, dass die Landesregierung als Großaktionärin betriebsbedingte Kündigungen ablehne. Auch die IG Metall droht mit massiven Arbeitskämpfen. Blume muss daher mit harten Verhandlungen rechnen.

Zukunft der Standorte ungewiss

Neben Zwickau ist ein weiteres großes Werk von der Schließung bedroht. Welcher Standort genau betroffen sein wird, ist noch nicht offiziell bestätigt. Insidern zufolge könnte es sich um das Werk in Emden oder in Osnabrück handeln. VW selbst äußerte sich auf Anfrage nicht zu den konkreten Plänen. Ein Sprecher verwies lediglich auf den laufenden Transformationsprozess. Die Entscheidungen sollen in den kommenden Monaten fallen.

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