Rüstungsmanagerin Wiegand verlässt VW-Aufsichtsrat vor Wiederwahl
Wiegand wirft als VW-Aufsichtsrätin hin

Rüstungsmanagerin Wiegand verlässt VW-Aufsichtsrat vor Wiederwahl

Susanne Wiegand, die bisher einzige unabhängige Aufsichtsrätin im Volkswagen-Konzern, hat ihr Amt niedergelegt. Der Schritt erfolgte kurz vor ihrer geplanten Wiederwahl und stellt eine schwere Blamage für den größten deutschen Autobauer dar.

Die ehemalige Chefin des Rüstungskonzerns Renk schien ursprünglich wie eine Idealbesetzung für den Posten. Ihr plötzlicher Rücktritt wirft jedoch Fragen nach den internen Abläufen und der Unabhängigkeit des Aufsichtsrats auf.

Laut Unternehmenskreisen hatte Wiegand ihre Entscheidung dem Aufsichtsratsvorsitzenden Hans Dieter Pötsch mitgeteilt. Gründe für den Rücktritt wurden zunächst nicht genannt. Beobachter vermuten jedoch Spannungen im Gremium oder strategische Differenzen.

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Der Rücktritt kommt zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt für Volkswagen. Der Konzern steht vor großen Herausforderungen, darunter die Transformation zur Elektromobilität und die Bewältigung der Folgen des Dieselskandals. Die Suche nach einem geeigneten Nachfolger für Wiegand dürfte sich schwierig gestalten.

Wiegand war seit 2021 Mitglied des Aufsichtsrats und galt als unabhängige Stimme. Ihr Weggang schwächt die Kontrollfunktion des Gremiums und könnte das Vertrauen der Anleger beeinträchtigen. Die Volkswagen-Aktie reagierte am Montag mit leichten Kursverlusten.

Experten fordern nun eine rasche Neubesetzung des Postens. Der Aufsichtsrat müsse seine Unabhängigkeit und Kompetenz unter Beweis stellen, um das verlorene Vertrauen zurückzugewinnen.

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