Die FIFA wird für die Weltmeisterschaft 2026 in Kanada, Mexiko und den USA offenbar einen Rekordumsatz von 15 Milliarden US-Dollar erzielen. Das berichtet „The Guardian“ unter Berufung auf Informationen, die den Mitgliedsverbänden des Fußball-Weltverbandes am Samstag mitgeteilt wurden. Damit übertrifft die FIFA ihre selbstgesteckten Umsatzziele für den WM-Zyklus 2023–2026 deutlich. Ursprünglich hatte der Verband vor dem Turnier mit Einnahmen von 13 Milliarden Dollar gerechnet.
Steigerung im Vergleich zu früheren Turnieren
Bereits die Prognose von 13 Milliarden Dollar hätte eine deutliche Steigerung zu den letzten Weltmeisterschaften bedeutet. Im Zyklus zur WM 2022 in Katar (2019–2022) hatte die FIFA Einnahmen von knapp unter acht Milliarden Dollar ausgewiesen. Die WM 2026 ist mit 104 Partien deutlich größer als frühere Turniere.
TV-Rechte größter Einzelposten
Die TV-Übertragungsrechte sind mit rund 4,3 Milliarden Dollar der größte Einzelposten der Einnahmen. Doch für die heftige Übererfüllung des FIFA-Plans sorgte offenbar ein anderer Bereich: Vor allem die Bereiche Hospitality und Ticketverkauf, insbesondere der Zweitmarkt für Tickets mit hohen Preisen, sollen für einen erheblichen Teil des Anstiegs verantwortlich sein, berichtet „The Guardian“ unter Berufung auf namentlich nicht genannte Quellen.
Zweitmarkt als Gewinnbringer
Auf dem Zweitmarkt profitiert die FIFA zusätzlich: Sowohl vom Käufer als auch vom Verkäufer erhält sie 15 Prozent des Ticketpreises. Bei teils exorbitanten Preisen summiert sich dies zu erheblichen Beträgen.
Trump wirbt für erneute WM in den USA
Die lukrative Einnahmesituation könnte dazu beitragen, dass die WM womöglich in nicht allzu ferner Zukunft wieder in den USA stattfindet. US-Präsident Donald Trump hatte am Freitag bei FIFA-Chef Gianni Infantino für einen solchen Schritt geworben: „Ihr solltet euch wieder für die Vereinigten Staaten von Amerika entscheiden“, sagte Trump. „Dieses Mal lassen wir Kanada und Mexiko außen vor.“



