Spanien ist zum zweiten Mal Fußball-Weltmeister. Das Team gewann das Finale gegen Argentinien in East Rutherford mit 1:0 nach Verlängerung. Ferran Torres erzielte in der 106. Minute das entscheidende Tor vor 80.663 Zuschauern. Der 65-jährige Luis de la Fuente wurde als ältester Trainer der WM-Historie zum Champion. Für Argentiniens Superstar Lionel Messi platzte der Traum von der Titelverteidigung mit 39 Jahren.
Argentinien: Feiertag und Ausschreitungen nach Niederlage
Argentiniens Präsident Javier Milei rief trotz der Finalniederlage einen nationalen Feiertag aus. „WELTMEISTERSCHAFTSFEIER“, schrieb er auf X. Der genaue Termin soll in Absprache mit Spielern und Trainerstab festgelegt werden. In Buenos Aires kam es nach dem Spiel zu Zusammenstößen zwischen Fans und Polizei. Medienberichten zufolge warfen Menschen Flaschen und Steine auf Einsatzkräfte. Die Polizei setzte Wasserwerfer, Tränengas und Gummigeschosse ein. Etwa 15 Menschen wurden festgenommen.
Trainer Scaloni bricht Pressekonferenz unter Tränen ab
Argentiniens Trainer Lionel Scaloni war nach der Niederlage untröstlich. „Es ist sehr schmerzhaft, es tut mir sehr leid“, sagte der Coach heftig weinend und verließ die Bühne. Zuvor hatte er gesagt: „Ich habe mir schon in der Kabine die Augen ausgeweint, deswegen weine ich jetzt nicht.“ Dennoch musste er wenig später weinen und erhielt aufmunternden Applaus von argentinischen Journalisten.
Rekordquote im ZDF: 17,36 Millionen Zuschauer
Das ZDF verzeichnete für die Live-Übertragung des Finales durchschnittlich 17,362 Millionen Zuschauer. Der Marktanteil lag bei 65,1 Prozent. Damit war es das meistgesehene WM-Spiel ohne deutsche Beteiligung. Nicht eingerechnet sind Zuschauer, die das Spiel im Internet oder in der ZDF-Mediathek sahen. Das erfolgreichste WM-Spiel 2026 war die erste Partie des DFB-Teams gegen Curaçao mit 23,427 Millionen Zuschauern.
Spanien feiert die Weltmeister in Madrid
Die spanische Nationalmannschaft wird am frühen Nachmittag in Madrid erwartet. Die Maschine soll gegen 12.50 Uhr auf dem Flughafen Barajas landen. Um 16.30 Uhr empfängt König Felipe VI. die Mannschaft. Anschließend geht es zum Regierungssitz, wo Ministerpräsident Pedro Sánchez die Weltmeister beglückwünscht. Im offenen Bus fahren die Spieler durch Madrid, wo Hunderttausende Fans erwartet werden. Auf dem Cibeles-Platz gibt es ab 18.00 Uhr Musik und eine große Show.
Auszeichnungen: Rodri bester Spieler, Mbappé Torschützenkönig
Spaniens Kapitän Rodri erhielt den Goldenen Ball als bester Spieler des Turniers. Den Silbernen Ball bekam Lionel Messi, der Bronzene Ball ging an Kylian Mbappé. Bester Torhüter wurde Unai Simón, bester junger Spieler Pau Cubarsí. Mbappé gewann den Goldenen Schuh mit zehn Toren, Messi wurde mit acht Treffern Zweiter.
Trump und Infantino ausgepfiffen – Telekom erwirbt WM-Rechte 2030
US-Präsident Donald Trump und FIFA-Chef Gianni Infantino wurden bei der Siegerehrung von großen Teilen des Publikums ausgepfiffen. Trump überreichte gemeinsam mit Infantino den WM-Pokal an Spaniens Kapitän Rodri. Die Deutsche Telekom sicherte sich die Medienrechte für die WM 2030. Alle 104 Partien werden auf MagentaTV zu sehen sein. Das Turnier findet vom 8. Juni bis 21. Juli 2030 in sechs Ländern statt.
Klopp verkündet Einigung mit Red Bull für Bundestrainer-Posten
Jürgen Klopp gab bei MagentaTV bekannt: „Ich habe eine Einigung mit RB gefunden, eine großzügige Regelung.“ Er verwies auf anstehende Gespräche mit dem DFB. „Es ist nichts final, aber die Gespräche liefen und alles geht in die richtige Richtung.“
Rekord-Preisgeld und Einnahmen der FIFA
Der Weltmeister erhält 50 Millionen US-Dollar (43,71 Millionen Euro) Preisgeld, der Verlierer 33 Millionen. Die FIFA erwartet Rekordeinnahmen von 15 Milliarden Dollar für das Turnier, hauptsächlich durch Hospitality und Ticketverkauf. Infantino legte während der WM fast zweieinhalb Erdumrundungen im Flugzeug zurück.



