WM-Fahrer sagt Ja zu Werder
Der dritte Neuzugang des Sommers bei Werder Bremen ist praktisch fix. Schweiz-Nationalspieler Cedric Itten (29) hat sich mit den Verantwortlichen auf einen Wechsel verständigt. Aktuell ist der Stürmer von Fortuna Düsseldorf bei der Weltmeisterschaft in Katar, kam für sein Heimatland beim enttäuschenden 1:1 gegen Katar aber nicht zum Einsatz. Sobald das Turnier für die Schweiz beendet ist, soll es zur Unterschrift kommen.
Die Vertragsdauer ist nach Informationen dieser Redaktion noch nicht endgültig vereinbart, soll aber mindestens zwei Jahre betragen. Über Ittens Zusage berichtete die „Deichstube“ zuerst.
Starke Zweitliga-Saison
Itten hatte mit 15 Toren in der 2. Bundesliga für Furore gesorgt. Den überraschenden Abstieg mit Fortuna Düsseldorf konnte er damit allerdings nicht verhindern. Da sein Vertrag für die 3. Liga nicht gültig ist, kann Itten ablösefrei wechseln.
Mehrere Bundesligisten waren an Itten dran, doch Werders Interesse war am größten. Auch wegen Trainer Daniel Thioune, der Itten zu Beginn der abgelaufenen Saison noch in Düsseldorf trainierte. An den Rhein geholt hatte ihn von den Young Boys Bern ausgerechnet Ex-Manager Klaus Allofs, bekanntlich einst Architekt der goldenen Werder-Jahre.
Stärken und Perspektive
Itten (Marktwert: 1,8 Millionen Euro) ist kopfball- und abschlussstark und gilt als Spieler mit guter Mentalität. Die Bundesliga kennt er aus seiner kurzen Zeit bei Greuther Fürth. 2022 bestritt er als Rückrunden-Leihspieler zwölf Einsätze und erzielte zwei Treffer. Bei Werder sollen noch viele weitere Tore hinzukommen.
Mit Itten, Musah und dem verletzten Topp (erst im Winter wieder fit) hat Trainer Thioune drei klassische Mittelstürmer zur Verfügung. Dazu kommen Neuzugang Kenny Quetant sowie Marco Grüll und Justin Njinmah, deren Stärken jedoch auf den Außenbahnen liegen. Für Hertha-Rückkehrer Dawid Kownacki, der wie Itten in Düsseldorf gut funktionierte, wird kein Platz mehr sein.
Keine Garantie auf Stammplatz
Dass Itten sofort die Stürmer Nummer eins sein wird, ist alles andere als sicher. Werder fahndet weiter nach einer größeren Lösung für den in der vergangenen Saison so harmlosen Angriff. Eine Rückkehr von Niclas Füllkrug (33/West Ham United) ist weiterhin ein Thema, aber aktuell nicht konkret.



