Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) hat die Expansionspläne von Tesla am Standort Grünheide als Beleg für eine Erfolgsgeschichte gewertet. Der US-Elektroautobauer will 1.000 zusätzliche Mitarbeiter einstellen, um die Produktion deutlich zu steigern. „Tesla in Brandenburg ist und bleibt eine Erfolgsgeschichte“, sagte Woidke. „Gegen den allgemeinen Trend in der Automobilindustrie investiert das Unternehmen in den Standort und schafft eine große Zahl zusätzlicher Arbeitsplätze in Brandenburg.“
Produktionsausbau um 20 Prozent
Tesla kündigte an, die Produktion in zwei Schritten zu erhöhen. Bereits ab Juli soll die wöchentliche Fertigung um ein Fünftel auf 6.200 Fahrzeuge gesteigert werden. Ab Oktober ist eine weitere Erhöhung um 20 Prozent auf 7.500 Fahrzeuge pro Woche geplant. Bereits im April hatte das Unternehmen angekündigt, hierfür rund 1.000 neue Mitarbeiter einzustellen. Darüber hinaus sind über 1.500 zusätzliche Beschäftigte für die Batteriezellfertigung vorgesehen.
Landesregierung sagt Unterstützung zu
Woidke sicherte Tesla die fortgesetzte Unterstützung der SPD/CDU-Landesregierung zu. Man werde dem Unternehmen „weiter zur Seite stehen, um optimale Rahmenbedingungen für nachhaltiges Wachstum sicherzustellen“. Die Landesregierung sehe Tesla als Jobmotor und wichtigen Faktor für die wirtschaftliche Entwicklung Brandenburgs.
Wirtschaftsministerin Martina Klement (CSU) betonte den langfristigen Nutzen des Werks. „In Grünheide entsteht dauerhaft industrielle Substanz mit mehr Produktion, mehr Innovation, mehr Investitionen und insgesamt bis zu 3.500 zusätzlichen Arbeitsplätzen“, erklärte sie. „Diese Entwicklung zeigt auch, wie dynamisch sich Brandenburg wirtschaftlich entwickelt.“
Tesla-Tempo als Vorbild
Klement führte den Erfolg auf die attraktiven Bedingungen im Land zurück. „Internationale Unternehmen bauen ihre Aktivitäten hier nicht durch Zufall aus, sondern weil sie hier langfristige Perspektiven sehen.“ Dies sei ein Ansporn für die Landesregierung, Tesla als größten Arbeitgeber weiter mit voller Kraft zu unterstützen. Ziel sei es, dass das „Tesla-Tempo“ – also die schnelle Genehmigung und Umsetzung von Projekten – in ganz Brandenburg ankomme. Das Tesla-Werk war in vergleichsweise kurzer Zeit gebaut und genehmigt worden.



