Bauzinsen aktuell: Consorsbank senkt Zinsen – was Kreditnehmer jetzt wissen müssen
Consorsbank senkt Bauzinsen – aktuelle Entwicklungen im Überblick

Consorsbank senkt Bauzinsen: Was gilt jetzt?

Die Bauzinsen bewegen sich weiterhin dynamisch. Während einige Institute ihre Konditionen anheben, gibt es auch positive Signale: Die Consorsbank hat ihre Zinsen für Baufinanzierungen gesenkt. Ein Beispiel zeigt, was das für Kreditnehmer bedeutet.

Laut aktuellen Daten liegt der effektive Jahreszins der Consorsbank bei 3,70 Prozent. Anfang Juni waren es noch 3,76 Prozent. Die Berechnung basiert auf einem Darlehen von 200.000 Euro mit zehn Jahren Zinsbindung, einer anfänglichen Tilgung von 2,00 Prozent und einem Immobilienwert von 335.000 Euro. Die monatliche Rate beträgt nun 940 Euro, zuvor 950 Euro – eine Ersparnis von rund zehn Euro pro Monat.

Die Consorsbank tritt als Vermittler auf und vergleicht Angebote von rund 400 Finanzierungspartnern. Der sogenannte Zweidrittelzins gibt an, dass zwei Drittel der Kreditnehmer höchstens diesen Zinssatz zahlen. Im Vergleich zu anderen Vermittlern liegt die Consorsbank leicht unter dem Durchschnitt: Interhyp bietet 3,73 Prozent, Dr. Klein eine Spanne von 3,57 bis 4,24 Prozent.

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Bauzinsen im Juni: Uneinheitliches Bild

Die Bauzinsen haben sich auf breiter Front stabilisiert, zeigen aber Unterschiede je nach Laufzeit. Laut Immoscout24 sind die Zinsen für fünfjährige Darlehen auf 3,95 Prozent gestiegen (Vormonat: 3,81 Prozent). Zehnjährige Darlehen gaben leicht nach auf 3,85 Prozent (Vormonat: 3,88 Prozent). Bei 15 Jahren liegen die Zinsen bei 4,16 Prozent, bei 20 Jahren bei 4,19 Prozent.

Der Kreditvermittler Dr. Klein meldet für Mai einen neuen Jahreshöchststand, gefolgt von einer leichten Entspannung im Juni. Die EZB hat den Leitzins erhöht, doch die Märkte hatten dies bereits eingepreist. Experten rechnen kurzfristig mit einer Seitwärtsbewegung.

Beste Bauzinsen der Woche: Ein Vergleich

Ein Beispiel zeigt die Unterschiede: Für eine Bestandsimmobilie von 400.000 Euro mit 80.000 Euro Eigenkapital, zehn Jahren Zinsbindung und zwei Prozent Tilgung ergeben sich folgende Konditionen:

  • Dr. Klein: 3,79 Prozent effektiver Jahreszins, monatliche Rate 1.672 Euro
  • Interhyp: 3,84 Prozent, Rate 1.687 Euro
  • DTW Immobilienfinanzierung: 3,96 Prozent, Rate 1.717 Euro
  • Baufi24: 4,01 Prozent, Rate 1.733,60 Euro

Das günstigste Angebot kommt von Dr. Klein, das teuerste von Baufi24. Die Differenz beträgt rund 61 Euro monatlich.

EZB-Entscheid und Ausblick

Die EZB hat den Leitzins auf 2,25 Prozent angehoben. Dies beeinflusst die Bauzinsen nur indirekt, da die Märkte die Erwartungen bereits eingepreist hatten. Laut Interhyp-CEO Jörg Utecht ist kein Grund zur Unruhe: „Die Bauzinsen bilden ein Plateau um vier Prozent.“ Kurzfristig erwarten 75 Prozent der befragten Institute gleichbleibende Zinsen, 25 Prozent steigende. Langfristig gehen alle Experten von einem stabilen Niveau aus.

Florian Pfaffinger von Dr. Klein rät: „Wer seine Wunschimmobilie gefunden hat, sollte nicht auf sinkende Zinsen spekulieren.“ Die Schwankungsbreite habe zugenommen, das Zinsniveau sei aber nach wie vor attraktiv.

Weitere Angebote: ING und Allianz

Die ING bietet einen Zinsrabatt von 0,10 Prozentpunkten für Darlehen ab 200.000 Euro. Die Allianz senkte ihre Konditionen zum Monatsstart: effektiver Jahreszins 4,80 Prozent bei 150.000 Euro Darlehen. Zudem gibt es einen Rabatt von 0,20 Prozentpunkten für KfW-Darlehen bis 30. Juni 2026.

Fazit: Vergleichen lohnt sich

Die Bauzinsen sind uneinheitlich. Während die Consorsbank senkt, steigen die Zinsen bei kurzen Laufzeiten. Ein umfassender Vergleich ist entscheidend, um die besten Konditionen zu sichern. Die individuelle Bonität und der Immobilienwert spielen eine große Rolle. Nutzen Sie Vergleichsrechner und lassen Sie sich beraten.

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