Ungeachtet der schwachen Konjunktur und der geopolitischen Krisen hat die Deutsche Bank im zweiten Quartal 2026 deutlich mehr verdient als im Vorjahr. Die Erträge des größten deutschen Kreditinstituts stiegen um neun Prozent auf rund 8,5 Milliarden Euro, der Vorsteuergewinn kletterte um elf Prozent auf 2,68 Milliarden Euro. Unter dem Strich blieb für die Aktionäre ein Gewinn von 1,64 Milliarden Euro.
Analystenerwartungen deutlich übertroffen
Analysten hatten nur mit einem leichten Anstieg der Nettoerträge auf 8,1 Milliarden Euro und mit einem Rückgang des Vorsteuergewinns auf 2,27 Milliarden Euro gerechnet. Die Deutsche Bank übertraf diese Prognosen somit deutlich. Vor allem die Investmentbank schnitt besser ab als erwartet.
Investmentbanking als Treiber
Die Investmentbank erzielte im zweiten Quartal einen Vorsteuergewinn von 1,3 Milliarden Euro – ein Plus von 59 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Dies gelang durch den Handel mit Anleihen und Währungen sowie durch Investmentbanking-Dienstleistungen wie die Platzierung von Aktien und Anleihen. Auch US-Großbanken hatten gute Ergebnisse im Investmentbanking und im Handelsgeschäft erzielt.
Kostendisziplin und Wachstumsdynamik
Deutsche-Bank-Chef Christian Sewing zeigte sich zufrieden: „Unsere Rekordergebnisse wurden von einer starken Wachstumsdynamik und konsequenter Kostendisziplin getragen.“ Der Anstieg der Kosten bewegte sich im Rahmen der Analystenerwartungen.
Die Gesamterträge stiegen um neun Prozent auf rund 8,5 Milliarden Euro. Der Vorsteuergewinn legte um elf Prozent auf 2,68 Milliarden Euro zu. Der Nettogewinn nach Steuern und Zinszahlungen für spezielle Anleihen betrug 1,64 Milliarden Euro.
Ausblick
Mit diesen Zahlen unterstreicht die Deutsche Bank ihre führende Position im europäischen Bankensektor. Trotz der unsicheren gesamtwirtschaftlichen Lage und geopolitischer Spannungen konnte das Geldhaus seine Erträge und Gewinne steigern. Die starke Performance im Investmentbanking und die Kostenkontrolle waren die Hauptfaktoren für den Rekordgewinn. Die Bank bleibt optimistisch für das zweite Halbjahr, auch wenn die Konjunkturrisiken bestehen bleiben.



