DKB erhöht Festgeld-Zinsen: Neue Konditionen im Überblick
DKB erhöht Festgeld-Zinsen: Neue Konditionen

Die DKB hat zum 5. August 2026 die Festgeld-Zinsen für alle Laufzeiten angehoben. Damit reagiert die deutsche Direktbank auf die aktuelle Zinsentwicklung und bietet Sparern nun attraktivere Konditionen für ihre Festgeldanlagen. Die neuen Zinssätze gelten ab sofort für alle Laufzeiten von 3 Monaten bis 10 Jahren.

Neue Festgeld-Konditionen der DKB im Detail

Die DKB erhöht die Zinsen für Festgeldanlagen spürbar. Bei kurzen Laufzeiten von 3 Monaten steigt der Zinssatz von 1,30 Prozent auf 1,50 Prozent pro Jahr. Bei 6 Monaten erhöht sich der Zins von 1,80 Prozent auf 2,00 Prozent. Für ein Jahr gibt es nun 2,50 Prozent statt bisher 2,10 Prozent. Bei Laufzeiten von 2 bis 5 Jahren steigt der Zins auf einheitlich 2,75 Prozent (vorher zwischen 2,20 und 2,50 Prozent). Für 10 Jahre bietet die DKB nun 3,00 Prozent statt 2,70 Prozent.

Die Mindestanlage für das Festgeldkonto der DKB beträgt 2.500 Euro, der Maximalbetrag liegt bei 500.000 Euro. Einlagen bis 100.000 Euro pro Kunde sind durch die gesetzliche Einlagensicherung Deutschlands geschützt. Sparer, die sich für höhere Beträge interessieren, sollten die Bedingungen genau prüfen.

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Vergleich: DKB-Festgeld vs. andere Anbieter

Trotz der Zinserhöhung gibt es im Festgeld-Vergleich weiterhin deutlich bessere Alternativen. Bei kurzen Laufzeiten von bis zu zwei Jahren bietet beispielsweise die Hoistspar mit bis zu 3,11 Prozent Zinsen sehr gute Konditionen. Für längere Anlagehorizonte platziert sich die J&T Direktbank mit bis zu 3,5 Prozent regelmäßig unter den besten Angeboten.

Für Anleger, die kurzfristig flexibel bleiben möchten, kann auch ein Tagesgeldkonto die bessere Wahl sein. So bieten die Suresse Direkt Bank und die BBVA jeweils 3,5 Prozent Zinsen pro Jahr für sechs Monate – bei voller Verfügbarkeit des Geldes. Diese Optionen sollten Sparer in ihre Entscheidung einbeziehen.

Weitere Zinsänderungen im Spar-Ticker

Bereits am 4. August erhöhte die Ikano Bank, die Hausbank von Ikea, ihre Tagesgeld-Zinsen. Neue Kunden erhalten nun 3,91 Prozent Zinsen pro Jahr für drei Monate. Nach Ablauf der Zinsbindung gilt der variable Zinssatz für Bestandskunden, der aktuell bei 1,51 Prozent liegt. Die Aktion richtet sich an Neukunden, die in den letzten sechs Monaten kein „Fleks Horten“-Tagesgeldkonto hatten.

Die TF Bank hat am 3. August ihre Tagesgeld-Zinsen angehoben: Neukunden erhalten jetzt 3,25 Prozent für vier Monate. Dabei sollten Sparer die schwedische Einlagensicherung beachten, die bis zu 1.150.000 SEK (rund 104.500 Euro) abdeckt. Zudem zahlt die TF Bank Erträge brutto aus, sodass Kapitalertragsteuer und Solidaritätszuschlag in der Steuererklärung angegeben werden müssen.

Hintergrund: EZB-Zins und weitere Entwicklungen

Die jüngsten Zinserhöhungen folgen auf die Entscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB), den Einlagenzins unverändert zu lassen. Dennoch verbessern viele Banken ihre Konditionen, um Kunden anzuziehen. Die ING bietet seit dem 30. Juli 3,75 Prozent für vier Monate, wenn Kunden ein Girokonto eröffnen. Die Bank of Scotland zahlt 3,0 Prozent für bis zu zwölf Monate, solange der EZB-Einlagenzins bei mindestens 1,25 Prozent liegt.

Die Sparda-Bank Nürnberg führt seit dem 28. Juli eine Festgeld-Aktion mit 3,25 Prozent für ein Jahr durch. Dieses Angebot richtet sich an Neukunden und Bestandskunden mit neuem Geld. Die Kommunalkredit Invest und die Gefa Bank erhöhten ebenfalls ihre Festgeld-Zinsen am 27. Juli. Die Gefa Bank bietet nun bis zu 3,30 Prozent für fünf Jahre.

Fazit: Lohnt sich das DKB-Festgeld?

Die Zinserhöhung der DKB ist ein positives Signal für Sparer, aber im Vergleich zu anderen Anbietern gibt es immer noch attraktivere Konditionen. Anleger sollten ihre persönliche Situation berücksichtigen: Wer langfristig anlegen möchte, findet bei der J&T Direktbank oder der Gefa Bank möglicherweise bessere Zinsen. Wer flexibel bleiben will, sollte Tagesgeldangebote wie die von Chase oder der Ikano Bank in Betracht ziehen.

Generell gilt: Vor der Entscheidung für ein Sparprodukt sollten Anleger die Bedingungen genau prüfen, insbesondere Laufzeit, Zinsgarantie, Einlagensicherung und mögliche Sonderkonditionen. Der Spar-Ticker informiert regelmäßig über aktuelle Zinsänderungen wichtiger Banken und hilft bei der Auswahl.

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