DKB-Kreditkarte im Urlaub: Warum eine Alternative am Ende reichte
Die DKB bietet zu ihrem Girokonto eine Visa-Kreditkarte an. Unser Autor hat sie im Ausland getestet – und sich letztlich für eine andere Lösung entschieden. Hier sein Erfahrungsbericht.
Die Deutsche Kreditbank (DKB) wirbt mit einer Visa-Kreditkarte, die besonders für Bestandskunden interessant ist. Doch wie schlägt sie sich in der Praxis, vor allem auf Reisen? In diesem Bericht teile ich meine persönlichen Eindrücke. Da ich die Karte während einer längeren Auslandsreise nutzte, dürften meine Erfahrungen besonders für Reisende relevant sein. Vorab: Am Ende überzeugte mich eine Alternative mehr.
DKB-Kreditkarte im Test: Meine Erfahrungen im Ausland
Ich bin seit etwa fünf Jahren Kunde der DKB und beantragte die Kreditkarte direkt über die Banking-App – der bequemste Weg. Mein Hauptgrund: Für einen Auslandsaufenthalt brauchte ich eine Karte, mit der ich weltweit problemlos Bargeld abheben und kontaktlos bezahlen kann. Eine Woche nach der Bestellung hatte ich die physische Karte, die sich zudem einfach in Apple Pay integrieren ließ.
Die Kreditkarte kostet 2,49 Euro monatlich (29,88 Euro jährlich) und wird in Kombination mit einem kostenlosen DKB-Girokonto angeboten. Neukunden erhalten bis zum 6. Juli 2026 eine Prämie von 15 Euro.
Wichtige Eckdaten der DKB-Kreditkarte
- Einfache Beantragung und Nutzung: Online beantragbar und über die DKB-App verwaltbar.
- Gebühren: 2,49 Euro monatlich; weltweit kostenfreie Bargeldabhebungen an Visa-Automaten (mindestens 50 Euro); Kartenzahlung weltweit gebührenfrei.
- Kundensupport: Telefonisch gut erreichbar, E-Mail-Anfragen dauern länger.
Nutzung der DKB-Kreditkarte im Ausland: Meine Erfahrungen
Ich nutzte die Karte intensiv in Südostasien (Thailand, Kambodscha, Laos, Vietnam, Japan, Indonesien). Nach drei Monaten kündigte ich sie, da ich mit der Debitkarte und einer kostenlosen Ersatzkreditkarte gut zurechtkam. Hauptsächlich hob ich Bargeld ab, zahlte aber auch gelegentlich direkt mit Karte.
Bargeld abheben und bezahlen – überwiegend problemlos
Die Abhebungen und Zahlungen funktionierten durchweg. Die App informierte per Push-Benachrichtigung. Die Transaktionen gingen in Euro von meinem Konto ab – praktisch, aber ohne direkte Anzeige des Wechselkurses. Ich musste den Kurs selbst berechnen. Positiv: Der Kurs lag meist nahe am offiziellen Kurs.
Kundenservice: Stärken und Schwächen
Telefonisch war der Service gut, die Mitarbeiter kompetent. Bei E-Mails dauerte es länger. Schnell reagierte die Bank bei einer Sicherheitslücke: Sie sperrte die Karte wegen möglicher Betrugsaktivitäten – ein Zeichen für zuverlässige Sicherheitsmaßnahmen.
Positive Erfahrungen reichten nicht aus
Die DKB-Kreditkarte leistete mir in den ersten Monaten gute Dienste. Ich hatte auch eine kostenfreie Ersatzkreditkarte der Hanseatic Bank (GenialCard) dabei. Nach drei Monaten stellte sich heraus, dass diese und die DKB-Visa-Debitkarte für meine Bedürfnisse ausreichten. Daher kündigte ich die DKB-Kreditkarte, um die monatlichen Gebühren zu sparen.
Die DKB-Debitkarte wurde in den bereisten Ländern genauso gut akzeptiert. Allerdings brauchen Reisende in manchen Fällen (Autovermietung, Hotelkautionen) eine Kreditkarte.
Aktivkundenstatus reduziert Auslandsgebühren
Ich habe den Aktivkundenstatus, sodass Zahlungen mit der Debitkarte in Fremdwährung kostenlos sind. Ohne diesen Status fallen 2,2 Prozent Gebühren an. Neukunden erhalten den Status automatisch für drei Monate; Bestandskunden bei monatlichen Geldeingängen von mindestens 700 Euro. Mit der Kreditkarte sind Abhebungen und Zahlungen weltweit kostenfrei – unabhängig vom Status.
Positiv war auch die einfache Kündigung über die App sowie die Card-Control-Funktion, mit der ich die Karte temporär sperren und reaktivieren konnte.
Welche Extras bietet die DKB-Kreditkarte?
- Kostenloses Notfallpaket: Ersatzkarte oder Bargeld bei Verlust im Ausland.
- Mobiles Bezahlen: Kompatibel mit Apple Pay und Google Pay.
Fazit: Für wen sich die DKB-Kreditkarte lohnt
Die DKB-Kreditkarte ist eine gute Option für Bestandskunden, die eine unkomplizierte Kreditkarte suchen. Wer kein DKB-Kunde ist, findet jedoch viele kostenlose Alternativen mit umfangreicheren Leistungen. In meinem Fall reichten die Debitkarte und die Hanseatic GenialCard völlig aus.



