Finanzexperte Timo Baudzus hat im BILD-Finanztalk „Money Mittwoch“ vor den geplanten Mega-Börsengängen der KI-Unternehmen OpenAI und Anthropic gewarnt. Beide Firmen könnten mit riesigen Bewertungen an die Börse gehen – genau das mache den Einstieg riskant, so Baudzus. Anleger sollten sich vor überstürzten Käufen hüten, da die hohen Bewertungen zu erheblichen Verlusten führen könnten.
Milliardenbewertungen bergen Risiken
OpenAI, bekannt durch ChatGPT, und Anthropic, Entwickler des KI-Assistenten Claude, planen für den kommenden Herbst Börsengänge. Analysten schätzen die Bewertungen auf mehrere zehn Milliarden Euro. Baudzus betont, dass solche Bewertungen oft auf übertriebenen Erwartungen beruhen. „Wenn die Unternehmen nicht halten, was die hohen Bewertungen versprechen, drohen Anlegern erhebliche Verluste“, warnt der Experte.
Historische Parallelen zur Dotcom-Blase
Baudzus zieht Parallelen zur Dotcom-Blase um die Jahrtausendwende. Auch damals lockten hohe Bewertungen viele Anleger, die später Verluste hinnehmen mussten. „Die aktuellen KI-Bewertungen erinnern stark an die Übertreibungen von 2000“, so Baudzus. Er rät, vor einem Einstieg genau zu prüfen, ob die Geschäftsmodelle nachhaltig sind.
Empfehlung: Abwarten und genau analysieren
Der Experte empfiehlt Anlegern, die Börsengänge zunächst zu beobachten und nicht sofort zuzuschlagen. „Es ist besser, abzuwarten, bis sich der Kurs eingependelt hat und die ersten Quartalszahlen vorliegen“, sagt Baudzus. Nur so könne man das tatsächliche Potenzial der Unternehmen realistisch einschätzen.



