Seit Wochen fieberte die Finanzwelt auf diesen Tag hin. Am 12. Juni 2026 war es endlich so weit: SpaceX, das Raumfahrtunternehmen von Tesla-Chef Elon Musk, ging an die Börse. Der Start verlief mit einem gewaltigen Paukenschlag.
Rekordbörsengang in New York
Genaue Zahlen wurden für den Vormittag erwartet, da zunächst alle Kaufoptionen ausgeführt werden mussten. Doch bereits im vorbörslichen Handel zeichnete sich ein satter Anstieg ab. Elon Musk, 54 Jahre alt, wurde damit zum ersten Billionär der Welt. Das Wall Street Journal berechnete, was dies für seine 31-jährige Unternehmerlaufbahn bedeutet: Musk verdiente pro Stunde unglaubliche 3,6 Millionen Dollar.
Kursentwicklung und Expertenmeinungen
Die große Frage ist nun, wie sich der Kurs in den nächsten Tagen entwickeln wird. Viele Experten gehen davon aus, dass Anleger ihre Aktien schnell verkaufen, um Gewinne mitzunehmen, was zu einem Kursrückgang führen könnte. Börsenexperte Lars Erichsen, Chefredakteur der „Rendite-Spezialisten“, kommentierte: „Die Bewertung ist abstrus hoch. Als Langfrist-Invest erst ab einem Kurs von unter 50 Dollar interessant.“ Finanzexpertin Katja Eckardt erklärte: „Die Großinvestoren haben Ende 2025 bei 85 Dollar gekauft und werden wahrscheinlich schnell verkaufen. Ich kaufe erst, wenn der Kurs den Boden erreicht. Börsengänge sind eine Wette und nicht zum Vermögensaufbau geeignet.“ Auch Kollege Mick Knauff äußerte sich zurückhaltend: „Der frühe Vogel fängt den Wurm, aber nur die zweite Maus bekommt den Käse. Also warte ich ab.“
Details zum Börsengang
Insgesamt stehen 555.555.555 sogenannte Class-A-Aktien von SpaceX zum Verkauf, was etwa 7,5 Prozent des Unternehmens entspricht. Das spült rund 75 Milliarden Dollar in die Kasse – eine Rekordsumme für einen Börsengang. Bei hoher Nachfrage können zusätzlich 83,3 Millionen weitere Papiere verkauft werden, was weitere 11 Milliarden Dollar einbringen würde. Elon Musk allein hält 850 Millionen Class-A-Aktien sowie mehr als 5 Milliarden Class-B-Aktien mit zehnfachem Stimmrecht. Insgesamt verfügt er über mehr als 46 Prozent der Anteile an SpaceX und rund 83 Prozent der Stimmrechte.



