Die Wall Street zeigt sich am Donnerstag in einer verhaltenen Erholungsphase. Der Nasdaq startete unentschlossen, erhält aber Rückenwind von besser als erwarteten Quartalszahlen. Besonders Intel und SAP sorgen für positive Impulse, während der Ölpreis nachgibt.
Intel profitiert von KI-Boom
Intel übertraf die Erwartungen mit seinen jüngsten Quartalszahlen und einem optimistischen Ausblick. Der Chipriese profitiert von der anhaltend starken Nachfrage nach KI-Rechenleistung und erhöht seine Investitionen in die Chipfertigung weiter. Laut Markus Koch, Börsenkorrespondent des Handelsblatts, bleibt die Nachfrage nach KI-Rechenleistung hoch, was Intel zugutekommt.
SAP und Softwaresektor im Aufwind
Auch SAP lieferte trotz Margendruck ein solides Quartal ab. Gemeinsam mit den zuletzt starken Zahlen von ServiceNow und Roper Technologies sorgt der deutsche Softwarekonzern für neue Zuversicht im Softwaresektor. Dies stärkt das Vertrauen der Anleger in die Branche.
Ölpreis gibt nach – Hoffnung auf Waffenruhe
Die Ölpreise gaben einen Teil ihres jüngsten Anstiegs wieder ab. Auslöser sind Berichte über einen neuen Vorschlag für eine Waffenruhe zwischen den USA und Iran, die Hoffnungen auf eine Entspannung im Nahen Osten wecken. Dies drückt auf die Rohölnotierungen.
US-Zölle belasten – Ausblick auf Konjunkturdaten
Belastend wirken dagegen die neuen US-Zölle von zehn bis 12,5 Prozent auf Importe von rund 60 Handelspartnern. Die Märkte warten gespannt auf die heute anstehenden Einkaufsmanagerindizes sowie die Quartalszahlen von American Express und Verizon. Beide Aktien tendieren schwächer, allen voran American Express.
AMD und andere Tech-Werte im Fokus
Bei Analysten sorgt vor allem AMD für positive Schlagzeilen. Die Bank of America und UBS haben ihre Kursziele nach dem KI-Investorentag des Konzerns deutlich angehoben. Sie sehen AMD auf dem Weg zu einem führenden Anbieter kompletter KI-Systeme. Auch Dell und Hewlett Packard Enterprise profitieren von steigenden Investitionen in Unternehmens-Rechenzentren. Truist stufte PayPal angesichts der anhaltenden Übernahmefantasie um Stripe auf „Halten“ hoch.



