Debüt von Kevin Warsh: Fed-Chef zeigt Unabhängigkeit
Kevin Warsh, der von Donald Trump als Wunschkandidat an die Spitze der US-Notenbank Fed berufen wurde, hat in seinem ersten öffentlichen Auftritt klargestellt, dass er keine Marionette des Präsidenten ist. In nur vier Absätzen machte der neue Fed-Chef deutlich, dass er seine eigene Politik verfolgt.
Zinsen bleiben unverändert
Entgegen den Erwartungen vieler Beobachter ließ Warsh die Leitzinsen zunächst unverändert. Dies überraschte, da er seit Jahren als einer der schärfsten Kritiker der Geldpolitik der Fed gilt. Statt einer Zinssenkung, die Trump sich erhofft hatte, signalisierte Warsh Kontinuität.
Geplante Änderungen
Warsh kündigte jedoch wesentliche Änderungen an. Er will die Kommunikationsstrategie der Fed überarbeiten und die geldpolitischen Instrumente effizienter gestalten. Dabei betonte er die Unabhängigkeit der Notenbank von politischer Einflussnahme.
Reaktionen aus Washington
Die Reaktionen aus dem Weißen Haus waren verhalten. Trump hatte sich öffentlich für niedrigere Zinsen ausgesprochen, um die Wirtschaft anzukurbeln. Warshs Entscheidung, die Zinsen stabil zu halten, wird als Zeichen seiner Eigenständigkeit gewertet.
Mit diesem Debüt hat Kevin Warsh klargestellt, dass er nicht als verlängerter Arm des Präsidenten agieren wird, sondern die Fed nach eigenem Ermessen führen möchte. Die Finanzmärkte reagierten positiv auf die klare Haltung des neuen Notenbankchefs.



