BER: Passagierzahl sinkt wegen Extremwetter, Streiks und Kriegen
BER: Passagierzahl sinkt 2026

Der Flughafen Berlin Brandenburg (BER) hat ein äußerst schwieriges erstes Halbjahr 2026 hinter sich. Mehrere Rückschläge durch Extremwetter, Streiks und geopolitische Konflikte haben den Betrieb massiv beeinträchtigt. Die Konsequenz: Die Passagierzahl wird voraussichtlich sinken.

Wetterextreme und Streiks belasten den Flugbetrieb

Bereits zu Jahresbeginn sorgten heftige Winterstürme für zahlreiche Flugausfälle und Verspätungen. Im Frühjahr folgten dann wiederholte Streiks des Sicherheitspersonals und der Fluglotsen, die den Flugplan durcheinanderbrachten. Hinzu kamen die anhaltenden Auswirkungen des Ukraine-Kriegs, die zu Luftraumsperrungen und Umleitungen führten.

„Die Kombination dieser Faktoren hat uns vor enorme Herausforderungen gestellt“, sagte ein Sprecher der Flughafengesellschaft. „Wir arbeiten mit Hochdruck daran, die Situation zu stabilisieren, aber die Auswirkungen sind deutlich spürbar.“

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Lufthansa reduziert Flüge ab Berlin

Als Reaktion auf die schwierigen Bedingungen hat die Lufthansa ihre Flugverbindungen ab dem BER nach München und Frankfurt reduziert. „Wir passen unser Angebot der aktuellen Nachfrage an“, erklärte ein Lufthansa-Sprecher. Die Flüge finden nun seltener statt als bisher, was die Anbindung Berlins an die Drehkreuze verschlechtert.

Laut Flughafenstatistik lag die Passagierzahl im ersten Halbjahr 2026 bei rund 11 Millionen – ein Rückgang von 5 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Für das Gesamtjahr rechnet die Flughafengesellschaft mit einem weiteren Rückgang.

Geopolitische Krisen und ihre Folgen

Neben den internen Problemen belasten auch die Kriege in der Ukraine und im Nahen Osten den Flugverkehr. Die Schließung des russischen und ukrainischen Luftraums zwingt Airlines zu langen Umwegen, was Treibstoffkosten und Flugzeiten erhöht. Zudem meiden viele Reisende aufgrund der Unsicherheit Ziele in Osteuropa und dem Nahen Osten.

„Die geopolitischen Spannungen haben direkte Auswirkungen auf die Reisebereitschaft“, so der Flughafensprecher. „Wir beobachten eine Verschiebung hin zu Inlandsreisen und Kurzstrecken.“

Ausblick: Erholung erst 2027 erwartet

Die Flughafengesellschaft rechnet nicht vor 2027 mit einer deutlichen Erholung. Geplante Investitionen in die Infrastruktur und Digitalisierung sollen den BER langfristig widerstandsfähiger machen. Kurzfristig setzt man auf flexible Planung und enge Abstimmung mit den Airlines.

„Wir müssen die Lehren aus diesem Jahr ziehen und unsere Prozesse anpassen“, sagte der Sprecher. „Das Ziel ist, den BER als zuverlässigen Knotenpunkt zu etablieren – auch in Krisenzeiten.“

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration