dpa Nachhaltigkeitsbericht 2025: CO2 sinkt um 9,3 Prozent
dpa Nachhaltigkeitsbericht 2025: CO2 sinkt um 9,3%

Die Deutsche Presse-Agentur (dpa) hat ihren vierten Nachhaltigkeitsbericht veröffentlicht. Der Bericht 2025 dokumentiert messbare Fortschritte in den Bereichen Umwelt (Planet), Mitarbeitende (People) und verantwortungsvolles Wirtschaften (Prosperity) für die gesamte Unternehmensgruppe. Besonders hervorzuheben sind der Rückgang der Treibhausgasemissionen, HR-Initiativen, die die dpa als attraktiven Arbeitgeber weiter stärken, sowie Aktivitäten im Hinblick auf KI-Nutzung und Nachrichtenkompetenz. Erstmals berichtet die dpa gemäß VSME-Standard (Voluntary Sustainability Reporting Standard), da das Unternehmen nicht der Berichtspflicht unterliegt. Neben dem eigentlichen Nachhaltigkeitsbericht hat die dpa auch zum ersten Mal ein Nachhaltigkeitsmagazin in ihrem aktuellen Geschäftsbericht 2025 veröffentlicht.

CO2-Emissionen sinken um fast zehn Prozent

Im Berichtsjahr 2025 emittierte die dpa-Gruppe insgesamt 2.737 Tonnen CO2-Äquivalente – ein Rückgang von 9,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr (2024: 3.017 t CO2e). Bezogen auf die 1.320 Mitarbeitenden des Konzerns ergibt sich eine Pro-Kopf-Emission von 2,07 t CO2e. Zentrale Emissionstreiber sind die Sportgroßereignisse. Diese verursachen CO2-intensive Flugreisen, um eine umfassende Berichterstattung sicherzustellen. Entsprechend sanken 2025 – einem Jahr ohne Olympische Spiele oder Fußball-WM – die Emissionen aus Dienstreisen von 1.430 auf 1.085 Tonnen CO2e. Hier bleibt es Aufgabe der dpa, auch die langfristige Entwicklung der Emissionen im Auge zu behalten, unabhängig von den jährlichen Schwankungen durch die sportlichen Großevents. Daneben zeigt die Auswertung einen Anstieg beim Pendelverkehr – von 615 auf 818 Tonnen CO2e (+33 Prozent), bedingt durch eine stärkere Büropräsenz der Belegschaft. Positiv wirkten sich präzisierte Emissionsfaktoren für die Fernwärmeversorgung an den Standorten Hamburg und Frankfurt aus.

Andreas Schmidt, Geschäftsführer der dpa für Finanzen, Logistik, IT und Recht, sagt: „Nachhaltigkeit und gesellschaftliche Verantwortung sind keine Modethemen. Die dpa – seit mehr als 75 Jahren den Fakten verpflichtet – berichtet weiterhin transparent über Fortschritte, Herausforderungen und Entwicklungen in diesem Bereich. Damit kommen wir unserer Verantwortung als Gemeinschaftsunternehmen der deutschen Medien nach und senden gleichzeitig ein Zeichen an die eigene Belegschaft sowie an potenzielle Bewerberinnen und Bewerber.“

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Fluktuationsrate fast halbiert – vielfältige Initiativen für die Belegschaft

Im Bereich People verzeichnet die dpa mehrere positive Entwicklungen. Zum Stichtag 31. Dezember 2025 beschäftigt die dpa-Gruppe konzernweit 1.202 Mitarbeitende im In- und Ausland (ohne Aushilfen und Praktikanten). Besonders erfreulich: Die Fluktuationsrate sank von 10,2 Prozent (2024) auf nur noch 5,9 Prozent – ein deutliches Signal für eine gestiegene Mitarbeiterbindung.

Weitere Eckdaten der Belegschaft: 46 Prozent der Beschäftigten sind Frauen, 91 Prozent der Mitarbeitenden haben unbefristete Verträge, 8 Prozent der Belegschaft sind unter 30 Jahre alt, 70 Prozent der Volontäre sind Frauen. Ein Schwerpunkt der HR-Abteilung lag auf der konzernweiten Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung (GBU), die sich über die Jahre 2024 und 2025 erstreckte. Vier Themenfelder standen im Mittelpunkt: Kommunikation und Feedback, Arbeitsorganisation und Zusammenarbeit, Führung und Verantwortung sowie Workload, Erholung und Selbstmanagement. Im Rahmen des vom Konzernbetriebsrat initiierten Projekts „Angstfreie Kommunikation im dpa-Konzern“ wurden Spannungsfelder zwischen jüngeren und älteren Beschäftigten identifiziert und mit einer konzernweiten Diskussionsveranstaltung unter dem Motto „Generations United – gemeinsam stark“ aktiv adressiert. Das Führungskräftenachwuchsprogramm „dpa steps“ wurde 2025 vom HR-Team fortgesetzt.

Besondere Aufmerksamkeit gilt weiterhin der journalistischen Ausbildung: Der Großteil der Volontariatsabsolventinnen und -absolventen ist wie auch in den Vorjahren in ein festes Beschäftigungsverhältnis übernommen worden. Zahlreiche frühere Volontärinnen und Volontäre bekleiden heute Führungspositionen innerhalb der dpa-Gruppe. Im Hinblick auf berufsbedingte Belastungssituationen stellt die dpa dauerhaft eine Krisen-Akutintervention über den TÜV Nord bereit.

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Verantwortungsvolles Wirtschaften: KI, Informationssicherheit und Nachrichtenkompetenz

Im Bereich Prosperity setzt die dpa auf den verantwortungsvollen Einsatz Künstlicher Intelligenz. Verbindliche KI-Guidelines regeln unter anderem, dass keine mit KI-Unterstützung erstellten Inhalte ohne menschliche Kontrolle und Vieraugenprinzip ausgeliefert werden. Gleichzeitig treibt die Agentur Innovationen wie den vielbeachteten KI-Rechercheassistenten voran. Die Initiative #UseTheNews fördert zusammen mit Medienpartnern und der Zivilgesellschaft die Nachrichtenkompetenz junger Menschen – unter anderem durch Newscamps und das Projekt „Zuversicht“. Das neu aufgebaute Competence Center Young Audiences (CCYA) richtet sich dabei gezielt an jüngere Zielgruppen.

Der Nachhaltigkeitsbericht 2025 der dpa informiert über die Nachhaltigkeitsaktivitäten und erhobenen Kennzahlen der dpa-Gruppe im Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2025. Erstmals orientiert sich der Bericht am VSME-Standard (Voluntary Sustainability Reporting Standard) der EFRAG (European Financial Reporting Advisory Group) und umfasst sowohl das Basis- als auch das Comprehensive-Modul. Der Bericht wird auf freiwilliger Basis veröffentlicht; nach aktuellem Stand unterliegt die dpa keiner gesetzlichen Berichtspflicht. Er bezieht sich auf die gesamte dpa-Unternehmensgruppe mit Hauptsitz in Hamburg, dem Standort Berlin sowie allen weiteren Büros und Tochtergesellschaften in Deutschland. Eine externe Prüfung des Berichts hat nicht stattgefunden. Ergänzend veröffentlicht die dpa ein Nachhaltigkeitsmagazin als Teil des Geschäftsberichts, der die Schwerpunktthemen zusammenfasst. Beide Veröffentlichungen sind als sich ergänzende Bausteine zu verstehen.