Die Europäische Kommission plant, Landwirte aufgrund der gestiegenen Düngemittelpreise finanziell zu entlasten. Einem neuen Vorschlag zufolge sollen die EU-Mitgliedstaaten den Bauern in diesem Jahr früher und in höherem Umfang Vorschüsse auszahlen können. Zudem sollen die Pläne für Direktzahlungen im Jahr 2027 angepasst werden können.
Flexiblere Vorschüsse und Krisenhilfe
Die Brüsseler Behörde schlägt vor, dass bestimmte nicht abgerufene Gelder aus der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) der EU schnell zur Unterstützung in der Krise eingesetzt werden können. Damit diese Änderungen in Kraft treten, müssen das Europäische Parlament und die Mitgliedstaaten zustimmen.
Hintergrund der Preissteigerungen
Ein Grund für die gestiegenen Preise bei Mineraldünger sind Lieferprobleme infolge des Irankriegs. Insbesondere der Preis für Stickstoffdünger ist stark von Erdgas abhängig und aufgrund des Kriegs im Nahen Osten sowie der Sperrung der Straße von Hormus gestiegen.
Bereits beschlossene Maßnahmen
Die Kommission hatte bereits vorgeschlagen, rund 500 Millionen Euro bereitzustellen, um Landwirte beim Kauf von Düngemitteln zu unterstützen. Die Mitgliedstaaten können diese Summe um bis zu 200 Prozent aus nationalen Mitteln aufstocken, sodass theoretisch bis zu 1,5 Milliarden Euro zusammenkommen könnten.
Zudem wurden bis Ende Mai 2027 die Standardzölle auf Einfuhren mehrerer wichtiger Stickstoffdüngemittel und Vorprodukte ausgesetzt. Dadurch können rund 60 Millionen Euro an Einfuhrzöllen eingespart werden.



