Französische Inflation fällt überraschend auf zwei Prozent zurück
Französische Inflation fällt auf zwei Prozent

Inflation in Frankreich sinkt überraschend stark

Die Verbraucherpreise in Frankreich sind im Juni auf 2,0 Prozent gefallen, nach 2,8 Prozent im Mai. Dies teilte die Statistikbehörde Insee am Dienstag mit. Der Rückgang ist der stärkste seit mehr als einem Jahr und lag deutlich unter den Erwartungen der Ökonomen, die im Median nur eine Verlangsamung auf 2,3 Prozent prognostiziert hatten.

Grund für die Entspannung sind vor allem sinkende Energiepreise, die durch die Friedensgespräche zwischen den USA und dem Iran begünstigt werden. Der Iran-Krieg hatte zuvor die Inflation in Frankreich und anderen europäischen Ländern angetrieben.

Auswirkungen auf Deutschland und die Eurozone

Erste Daten aus deutschen Bundesländern deuten ebenfalls auf eine rückläufige Inflation hin. Die bundesweiten Zahlen werden im Laufe des Tages erwartet. Für die Eurozone rechnen Analysten mit einem Rückgang von 3,2 Prozent auf 3,0 Prozent, wenn die Schätzung am Mittwoch veröffentlicht wird.

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Die Entspannung an den Energiemärkten kommt für die Europäische Zentralbank (EZB) zur rechten Zeit. Diese hatte im Juni erstmals seit 2023 die Leitzinsen angehoben. Trotz der jüngsten Beruhigung warnen die Notenbanker vor anhaltenden Preissteigerungen und könnten die Zinsen über das aktuelle Niveau von 2,25 Prozent hinaus anheben. Investoren rechnen weiterhin mit einer weiteren Zinserhöhung um einen Viertelpunkt in diesem Jahr.

Frankreichs Wirtschaft unter Druck

Gleichzeitig schrumpft die französische Wirtschaft überraschend stark, wie separate Daten zeigen. Dies belastet die Konjunktur in der zweitgrößten Volkswirtschaft der Eurozone zusätzlich. Die Kombination aus sinkender Inflation und schwächelndem Wachstum stellt die EZB vor eine schwierige geldpolitische Entscheidung.

In den kommenden Tagen werden weitere Inflationsdaten aus Europa erwartet, die Aufschluss über die Preisentwicklung im Euroraum geben. Analysten beobachten die Lage genau, um die künftige Zinspolitik der EZB einzuschätzen.

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