Letzter Atommüll-Transport aus Sellafield erreicht Brokdorf
Der wohl letzte Transport mit radioaktiven Abfällen aus der Aufarbeitungsanlage Sellafield in Großbritannien hat sein Ziel erreicht. Die sieben Castor-Behälter wurden am Dienstag im Zwischenlager am Atomkraftwerk Brokdorf in Schleswig-Holstein angeliefert. Dort sollen die hochradioaktiven Abfälle zwischengelagert werden, bis ein endgültiges Endlager in Deutschland gefunden ist. Dies teilte ein Sprecher der Gesellschaft für Nuklear-Service (GNS) mit.
Transportweg und Ankunft
Das Schiff mit den sieben Castor-Behältern war vergangene Woche in Großbritannien gestartet und erreichte am Dienstag den Hafen von Brunsbüttel. Dort wurden die Behälter auf Spezial-Lkw verladen und zum Zwischenlager Brokdorf transportiert. Die Fahrt verlief ohne Zwischenfälle.
Zwischenlagerkapazität
Das Zwischenlager Brokdorf verfügt über 100 Stellplätze für Behälter. Derzeit lagern dort bereits 76 Behälter mit Brennelementen aus dem Kernkraftwerk Brokdorf. Mit der Aufnahme der sieben neuen Behälter aus Sellafield ist der Einlagerungsbetrieb am Standort nun abgeschlossen, wie ein Sprecher der BGZ Gesellschaft für Zwischenlagerung erklärte.
Hintergrund der Rückführung
Bei dem Atommüll handelt es sich um Überreste von Brennelementen aus deutschen Atomkraftwerken, die in der englischen Wiederaufarbeitungsanlage Sellafield verarbeitet wurden. Deutschland ist völkerrechtlich zur Rücknahme dieser Abfälle verpflichtet. Die Rückführung aus der französischen Anlage La Hague war bereits 2024 abgeschlossen worden. Mit diesem Transport endet die Rückholaktion aus Großbritannien.



