Ölversorgung für PCK-Raffinerie Schwedt durch Lieferungen über Polen gesichert
Neue Öllieferungen für Schwedt: Versorgung gesichert

Neue Öllieferungen sichern Betrieb der Raffinerie Schwedt

Das Bundeswirtschaftsministerium hat die Versorgungssicherheit der PCK-Raffinerie in Schwedt (Brandenburg) durch Ersatzlieferungen für ausgefallenes kasachisches Öl bestätigt. „Jetzt sind erste Lieferungen über Danzig in Polen angekündigt und in Umsetzung“, teilte das Ministerium mit. „Das stärkt die Versorgungssicherheit in Deutschland und Polen und zeigt, wie wichtig Diversität bei den Lieferungen ist.“

Hintergrund: Ausfall der Druschba-Pipeline

Die Raffinerie in Schwedt/Oder nordöstlich von Berlin versorgt Teile von Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Westpolen mit Treibstoffen, Heizöl, Kerosin und anderen Produkten. Im Mai hatte Russland die Durchleitung von kasachischem Rohöl durch die Pipeline Druschba („Freundschaft“) gestoppt. Dieses Öl machte etwa ein Fünftel der verarbeiteten Menge der Raffinerie aus.

Der polnische Kraftstoffhändler Unimot Paliwa teilte am Montag mit, dass die Raffinerie PCK eine Ladung Öl aus Südamerika über Polen erhalte. Die Lieferung über den Hafen von Danzig diene als Ausgleich für das fehlende Öl aus Kasachstan und gewährleiste die Versorgungssicherheit beider Länder.

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Maßnahmen zur Sicherung der Auslastung

Ein Sprecher des PCK-Eigners Rosneft Deutschland erklärte, es handele sich um einen Tanker, mit dem die Auslastung der Raffinerie bei rund 80 Prozent der Kapazität gehalten werden solle. Das Bundeswirtschaftsministerium habe sich für die Erweiterung der Lieferwege eingesetzt und begrüße die Lieferungen über Danzig. Dazu habe das Ministerium in Polen „sehr konstruktive und kooperative Gespräche“ geführt.

Embargo und Treuhandverwaltung

Seit dem Jahr 2023 fließt wegen des Embargos als Folge des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine kein russisches Öl mehr zur PCK-Raffinerie. Sie hat etwa 1.200 Beschäftigte. Die Raffinerie gehört zu 54 Prozent deutschen Töchtern des russischen Staatskonzerns Rosneft, die wegen des Krieges unter Treuhandverwaltung des Bundes stehen. Der Bund darf nach einer neuen Regelung dauerhaft die Kontrolle über Rosneft Deutschland ausüben.

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