Der französische Energiekonzern TotalEnergies hat im zweiten Quartal 2023 einen bereinigten Nettogewinn von 4,1 Milliarden Euro erzielt, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Das entspricht einem Anstieg von 9 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, in dem der Gewinn bei 3,8 Milliarden Euro lag. Haupttreiber waren die weiterhin hohen Ölpreise sowie eine robuste Nachfrage nach Energieprodukten.
Umsatz und Produktion gestiegen
Der Umsatz von TotalEnergies kletterte im zweiten Quartal auf 52,6 Milliarden Euro, ein Plus von 6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die tägliche Öl- und Gasproduktion lag bei 2,5 Millionen Barrel Öläquivalent, leicht über dem Niveau des ersten Quartals. Das Unternehmen bestätigte seine Jahresprognose für eine Produktion von rund 2,5 Millionen Barrel pro Tag.
„Trotz der Volatilität an den Märkten haben wir unsere operative Leistung verbessert und von den hohen Rohstoffpreisen profitiert“, sagte CEO Patrick Pouyanné laut Mitteilung. Die Ölpreise lagen im Quartal durchschnittlich bei rund 80 US-Dollar pro Barrel, nach etwa 75 Dollar im Vorjahreszeitraum.
Investitionen in erneuerbare Energien
TotalEnergies investierte im ersten Halbjahr 2023 rund 5 Milliarden Euro in das Geschäft, davon 1,5 Milliarden Euro in erneuerbare Energien und Strom. Das Unternehmen treibt den Ausbau seines Portfolios an Solar- und Windkraftanlagen voran, um die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu verringern. Bis 2030 will TotalEnergies die Stromerzeugung aus erneuerbaren Quellen auf 100 Gigawatt steigern.
Die Nettoverschuldung des Konzerns sank auf 12,3 Milliarden Euro, ein Rückgang um 1,2 Milliarden Euro gegenüber dem Vorquartal. Die Aktionäre sollen von der positiven Entwicklung profitieren: Der Verwaltungsrat schlug eine Zwischendividende von 0,74 Euro pro Aktie vor, eine Steigerung von 7 Prozent.
Ausblick und Marktreaktion
Für das Gesamtjahr 2023 erwartet TotalEnergies einen bereinigten Nettogewinn von rund 16 Milliarden Euro, sofern die Ölpreise nicht drastisch fallen. Analysten sehen die Prognose als realistisch an, da die Nachfrage nach Energie weltweit hoch bleibt. Die Aktie von TotalEnergies notierte nach der Veröffentlichung der Zahlen leicht im Plus.
Der Konzern profitiert auch von seiner starken Position im Flüssiggasgeschäft (LNG). Die LNG-Verkäufe stiegen um 5 Prozent auf 10,2 Millionen Tonnen im Quartal, bedingt durch höhere Lieferungen nach Europa. „TotalEnergies ist gut aufgestellt, um die Energiewende zu meistern und gleichzeitig profitable Geschäfte zu machen“, so ein Analyst der Bank of America.



