Wärmepumpenförderung wird gekürzt: Regierung bricht Versprechen
Wärmepumpenförderung gekürzt: Regierung bricht Versprechen

Die Bundesregierung kürzt die staatliche Förderung für den Einbau von Wärmepumpen. Dies geschieht entgegen früherer Versprechen, die finanzielle Unterstützung nicht anzutasten. Die Änderungen sollen noch diese Woche im Bundestag verabschiedet werden, wie aus Regierungskreisen verlautet.

Hintergrund der Kürzung

Bislang galt die Wärmepumpenförderung als unantastbar. Insbesondere innerhalb der Ampel-Koalition wurde stets betont, die Zuschüsse nicht zu kürzen – ein Zugeständnis an jene Abgeordneten, die die Verschärfungen des Heizungsgesetzes kritisch sehen. Nun aber lenkt die Regierung ein: Die Fördermittel werden reduziert, um Haushaltslöcher zu stopfen. Unionspolitiker hatten schon länger eine Rückabwicklung der Ampel-Regeln beim Heizungstausch gefordert.

Was ändert sich für Hausbesitzer?

Hausbesitzer müssen künftig mit geringeren Zuschüssen für den Einbau einer Wärmepumpe rechnen. Die genauen Konditionen der neuen Förderung sind noch nicht im Detail bekannt, jedoch sollen die Sätze deutlich sinken. Bisher konnten Eigentümer bis zu 40 Prozent der Investitionskosten erstattet bekommen. Nach der Kürzung droht ein Rückgang auf maximal 25 Prozent. Besonders betroffen sind einkommensschwächere Haushalte, die auf die Förderung angewiesen sind.

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Reaktionen aus der Koalition

In der Koalition sorgt die Entscheidung für Unmut. „Wir haben der Bevölkerung versprochen, die Förderung nicht anzutasten. Dieses Versprechen brechen wir jetzt“, kritisierte ein Abgeordneter der Grünen, der namentlich nicht genannt werden wollte. Auch die FDP zeigt sich gespalten: Während Wirtschaftsvertreter die Kürzung als notwendigen Schritt zur Haushaltskonsolidierung begrüßen, warnen Sozialpolitiker vor den Folgen für die Akzeptanz der Energiewende.

Auswirkungen auf die Energiewende

Die Kürzung könnte den ohnehin stockenden Absatz von Wärmepumpen weiter bremsen. Laut Branchenverband BWP wurden 2023 rund 350.000 Wärmepumpen installiert – ein Plus von 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Experten befürchten nun einen Einbruch der Nachfrage. „Wenn die Förderung gekürzt wird, werden viele Hausbesitzer ihre Investitionsentscheidung überdenken“, sagte Markus Staudt, Geschäftsführer des Bundesverbands Wärmepumpe. Die Bundesregierung hält dagegen: Die Kürzung sei unvermeidlich, um die Staatsfinanzen zu entlasten.

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