EZB erhöht Leitzins auf 2,25 Prozent – erste Anhebung seit fast drei Jahren
EZB erhöht Leitzins auf 2,25 Prozent

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat den Leitzins erstmals seit fast drei Jahren wieder angehoben. Grund ist die durch den Iran-Krieg stark gestiegene Inflation. Der EZB-Rat beschloss am Donnerstag, den Einlagensatz von 2,0 auf 2,25 Prozent zu erhöhen. Über diesen Satz steuert die Notenbank maßgeblich ihre Geldpolitik.

Erste Zinserhöhung seit September 2023

Zuletzt hatten die Währungshüter im September 2023 die Zinsen heraufgesetzt. Damals lag die Teuerungsrate noch unter dem Zielwert. Nun hat sich die Situation grundlegend geändert. Befeuert von hohen Energiekosten infolge des Iran-Krieges ist die Inflation im Euroraum zuletzt auf 3,2 Prozent gestiegen – deutlich über das EZB-Ziel von 2,0 Prozent.

Auswirkungen auf Sparer und Kreditnehmer

Für Sparer bedeutet die Zinserhöhung eine Verbesserung der Konditionen auf Tagesgeld- und Festgeldkonten. Kreditnehmer müssen hingegen mit höheren Zinsen für Baukredite und Konsumentenkredite rechnen. Die EZB hofft, durch die Straffung der Geldpolitik die Inflation einzudämmen und die Preisstabilität im Euroraum zu sichern.

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Die Entscheidung fiel einstimmig im EZB-Rat. Notenbankpräsidentin Christine Lagarde betonte, dass weitere Zinsschritte nicht ausgeschlossen seien, falls die Inflation nicht wie erwartet zurückgehe. Die Märkte reagierten verhalten, der Euro legte leicht zu.

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