Asiatische Shopping-Plattformen erreichen Rekord-Marktanteil in Deutschland
Asiatische Plattformen: Rekord-Marktanteil in Deutschland

Asiatische Shopping-Plattformen wie Temu, Shein und AliExpress haben ihren Marktanteil im deutschen Online-Handel auf einen Rekordwert gesteigert. Im zweiten Quartal 2026 entfielen 5,3 Prozent der Onlinehandelsumsätze auf diese Anbieter, wie der Bundesverband E-Commerce und Versandhandel Deutschland (Bevh) mitteilte. Das ist ein Anstieg um mehr als 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Der gesamte Online-Handel wuchs im selben Zeitraum lediglich um 5,1 Prozent.

Modebereich besonders stark betroffen

Besonders deutlich zeigt sich der Erfolg asiatischer Plattformen im Modehandel. Hier entfallen inzwischen mehr als 16 Prozent aller Bestellungen auf Temu, Shein und Co. „Die asiatischen Plattformen sind vor allem wegen ihrer niedrigen Preise beliebt“, sagte Martin Groß-Albenhausen, stellvertretender Bevh-Hauptgeschäftsführer. Viele Verbraucher berichteten von einem positiven Einkaufserlebnis. Groß-Albenhausen hält es für möglich, dass die Anbieter ihren Umsatzanteil weiter ausbauen.

Zolländerungen könnten Preise beeinflussen

Günstige Waren aus Nicht-EU-Ländern könnten jedoch teurer werden. Seit dem 1. Juli gelten neue Zollregeln: Die bisherige Ausnahme für Lieferungen unter 150 Euro entfällt. Stattdessen wird pro Warengruppe eine pauschale Abgabe von 3 Euro fällig. Der Bevh erwartet jedoch kaum Auswirkungen auf die Nachfrage. „Billigimporten aus Asien wird die Abgabe wenig anhaben. Die Anbieter haben bereits begonnen, eigene Logistikstrukturen innerhalb Europas aufzubauen“, sagte Hauptgeschäftsführerin Alien Mulyk.

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Verbraucherstimmung bleibt angespannt

Während die asiatischen Plattformen boomen, bleibt die allgemeine Konsumstimmung in Deutschland schwach. Das aktuelle Konsumbarometer des Handelsverbands Deutschland (HDE) zeigt zwar einen positiven Trend, das Niveau ist jedoch weiterhin niedrig. Der anhaltende Konflikt im Iran belastet laut HDE die wirtschaftliche Entwicklung und die Verbraucherstimmung erheblich. Für das Konsumbarometer werden monatlich 1.600 Haushalte repräsentativ zu ihrer Anschaffungs- und Sparneigung befragt.

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