Mäc-Geiz schließt rund 50 Filialen – Berlin betroffen?
Mäc-Geiz schließt 50 Filialen – Berlin betroffen?

Die insolvente Discounterkette Mäc-Geiz muss rund 50 ihrer bundesweit 183 Filialen schließen. Das bestätigte das Unternehmen am Mittwoch. Betroffen sein könnten vor allem die Kernregionen Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Berlin, wo die Kette 25 Läden betreibt. Rund 1200 Mitarbeiter bangen um ihre Arbeitsplätze.

Insolvenzverfahren offiziell eröffnet

Nach dem ersten Antrag im Mai ist das Insolvenzverfahren seit dem 1. August offiziell eröffnet. Das Amtsgericht Halle erlaubt dem Billig-Riesen, sich in Eigenverwaltung zu sanieren. Der Experte Lucas Flöther überwacht das Verfahren als Sachwalter. Er ist nun im gerichtlichen Auftrag dafür zuständig, das Eigenverwaltungsverfahren im Sinne der Gläubigerinnen und Gläubiger zu überwachen.

Erste harte Sparmaßnahmen greifen bereits. Mäc-Geiz trennte sich schon von 71 Mitarbeitern aus den Bereichen Verkauf, Logistik und Verwaltung. Die Löhne und Gehälter der Beschäftigten zahle das Unternehmen mit dem Ende des Insolvenzgeldzeitraums ab sofort wieder selbst, wie es hieß.

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Welche Standorte könnten betroffen sein?

Von den Filialschließungen könnten vor allem die Kernregionen der Kette – Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Berlin – betroffen sein. In der Hauptstadt hat die Kette 25 Läden, unter anderem an der Frankfurter Allee, am Siemensdamm und in der Hermannstraße. Das berichtet die „Berliner Zeitung“. Welche Filialen tatsächlich schließen werden, stehe noch nicht fest.

„Derzeit wird davon ausgegangen, dass allerspätestens im Herbst 2026 Klarheit über die zukünftige Standortstruktur besteht“, teilte das Unternehmen mit. Bis zur endgültigen Entscheidung bleiben alle Filialen vorerst geöffnet. Derzeit beschäftigt Mäc-Geiz nach eigenen Angaben 1175 Mitarbeitende.

Hintergrund: Der Aufstieg und Fall von Mäc-Geiz

Mäc-Geiz ist ein ostdeutscher Haushaltsdiscounter, der 1993 in Delitzsch bei Leipzig gegründet wurde. Die Kette expandierte schnell und war bekannt für ihre günstigen Non-Food-Artikel. Doch in den letzten Jahren geriet das Unternehmen zunehmend unter Druck. Die Konkurrenz durch große Discounter wie Aldi und Lidl sowie die steigenden Kosten setzten dem Unternehmen zu.

Die Insolvenz ist ein weiterer Schlag für den Einzelhandel in Ostdeutschland. Viele Städte, insbesondere in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen, verlieren mit den Filialschließungen wichtige Nahversorger. Auch in Berlin, wo die Kette 25 Standorte hat, könnten einige Läden geschlossen werden.

Auswirkungen auf Beschäftigte und Kunden

Für die rund 1200 Mitarbeiter ist die Unsicherheit groß. Viele bangen um ihren Arbeitsplatz. „Die Stimmung in den Filialen ist angespannt“, berichtet ein Mitarbeiter, der anonym bleiben möchte. „Wir wissen nicht, ob unsere Filiale betroffen ist.“

Für Kunden ändert sich vorerst nichts. Alle Filialen bleiben bis zur endgültigen Entscheidung geöffnet. Das Unternehmen betont, dass die Sanierung das Ziel sei. „Wir wollen so viele Standorte wie möglich erhalten“, sagte ein Sprecher auf Anfrage.

Die Entscheidung über die Zukunft der Filialen soll im Herbst 2026 fallen. Bis dahin müssen sich Mitarbeiter und Kunden gedulden. Die Hoffnung ist, dass Mäc-Geiz gestärkt aus der Krise hervorgeht.

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