Eigentlich sollte Berlin in diesem Jahr eine neue Nahverkehrs-App bekommen. Die bisherige „Fahrinfo“ sollte durch die App „Max“ ersetzt werden – ein gemeinsames Projekt der Hamburger Hochbahn und der BVG, die in Hamburg programmiert wird. Doch der Start verzögert sich immer weiter. Erst war vom ersten Halbjahr 2026 die Rede, dann vom zweiten Halbjahr. Das ist nicht mehr zu halten. Das Projekt liegt seit Monaten auf Eis, weil in Hamburg gestritten wird. Die Berliner Verkehrsverwaltung nennt deshalb keinen Termin mehr.
Hintergrund des Streits
Der Streit in Hamburg betrifft offenbar die Finanzierung und technische Umsetzung der App. Die Hamburger Hochbahn und die BVG hatten sich ursprünglich auf eine gemeinsame Entwicklung geeinigt, um Kosten zu sparen und Synergien zu nutzen. Doch interne Differenzen haben das Projekt zum Stillstand gebracht. Ein Sprecher der Berliner Verkehrsverwaltung sagte: „Solange in Hamburg keine Einigung erzielt wird, können wir keinen neuen Zeitplan vorlegen.“
Auswirkungen auf Berliner Fahrgäste
Die aktuelle BVG-App „Fahrinfo“ ist veraltet und wird von vielen Nutzern als schlecht bewertet. Sie bietet nicht die Funktionen, die moderne Apps wie „Max“ versprechen, etwa Echtzeitdaten, Ticketkauf und Routenoptimierung. Die Verzögerung bedeutet, dass Berliner Fahrgäste weiterhin auf eine veraltete Lösung angewiesen sind. Laut einer Umfrage des Tagesspiegels nutzen nur 30 Prozent der BVG-Kunden die offizielle App, viele greifen auf Drittanbieter wie Google Maps zurück.
Kein neuer Termin in Sicht
Die Berliner Verkehrsverwaltung betont, dass das Projekt nicht aufgegeben sei, aber derzeit keine Prognose möglich ist. „Wir arbeiten weiter an einer Lösung, aber der Zeitplan liegt nicht in unserer Hand“, so der Sprecher. Experten kritisieren die Abhängigkeit von Hamburg und fordern eine eigenständige Entwicklung für Berlin. Die BVG selbst äußerte sich nicht zu den Gründen der Verzögerung.
Hoffnung auf Einigung
In Hamburg laufen nach Informationen des Tagesspiegels Gespräche, um den Streit beizulegen. Ein Durchbruch wird jedoch frühestens im Herbst erwartet. Bis dahin bleibt die Zukunft der neuen BVG-App ungewiss. Die Berliner Fahrgäste müssen sich also weiter gedulden.



