USA starten Untersuchung deutscher Medikamentenpreise
Washington leitet eine Untersuchung der deutschen Medikamentenpreise ein. Der US-Handelsbeauftragte Greer erklärte, man wolle prüfen, ob Deutschland zu wenig für innovative Arzneimittel zahlt und ob dies unangemessen oder diskriminierend sei. Besonders besorge ihn die geplante Gesundheitsreform in Deutschland.
Die Ankündigung erfolgte am 19. Juni 2026. Greer betonte, dass die USA faire Bedingungen im Pharmahandel sicherstellen wollen. Deutschland steht im Verdacht, durch niedrige Preisregulierungen die Entwicklung neuer Medikamente zu behindern.
Hintergrund der Untersuchung
Die USA werfen Deutschland vor, durch staatliche Preisdeckel und Erstattungssysteme die Pharmaindustrie zu benachteiligen. Innovative Arzneimittel würden in Deutschland oft zu geringeren Preisen verkauft als in anderen Ländern. Dies könnte gegen Handelsabkommen verstoßen.
Die geplante Gesundheitsreform der deutschen Regierung sieht weitere Kostendämpfungen vor. Greer warnte, dass dies die Ungleichgewichte verschärfen könnte. Die Untersuchung wird voraussichtlich mehrere Monate dauern und könnte zu Sanktionen führen.
Branchenexperten rechnen mit Spannungen im transatlantischen Handel. Deutsche Pharmaunternehmen betonen, dass die Preise reguliert sind, aber dennoch innovationsfreundlich bleiben. Die EU-Kommission beobachtet die Entwicklung mit Sorge.



