Lieferengpässe in der Industrie nehmen zu
Die deutsche Industrie leidet zunehmend unter Materialknappheit. Laut einer aktuellen Umfrage des Ifo-Instituts berichteten im Mai 15,9 Prozent der Betriebe von Engpässen bei Vorprodukten – ein Anstieg gegenüber 13,8 Prozent im April. Der Iran-Krieg verschärft die Situation weltweit.
Ursachen und Folgen
„Die Lieferketten bleiben angespannt“, erklärte Klaus Wohlrabe, Leiter der Ifo-Umfragen. Besonders betroffen sind Branchen mit hohem Bedarf an öl- und energieintensiven Vorprodukten. Die Blockade der Straße von Hormus durch den Iran beeinträchtigt ein Fünftel des globalen Ölangebots.
Wohlrabe warnt: „Verglichen mit dem langfristigen Durchschnitt vor 2020 von etwa fünf Prozent sind diese Werte beunruhigend hoch. Mehrere Unternehmen könnten die Produktion drosseln müssen.“ Störungen bei petrochemischen Vorprodukten wirken sich schnell auf die gesamte Wertschöpfungskette aus.
Ausblick
Die anhaltenden geopolitischen Spannungen lassen keine schnelle Entspannung erwarten. Die Ifo-Experten rechnen mit weiteren Produktionsausfällen, falls sich die Lage nicht bessert.



