BA erwartet Milliarden-Defizite: Schulden könnten auf 23 Mrd. Euro steigen
BA erwartet Milliarden-Defizite bis 2030

Bundesagentur für Arbeit erwartet milliardenschwere Defizite

Die schwachen Konjunkturaussichten in Deutschland mit höherer erwarteter Arbeitslosigkeit bescheren der Bundesagentur für Arbeit (BA) in den kommenden Jahren voraussichtlich Defizite in zweistelliger Milliardenhöhe. Dies geht aus einem turnusgemäßen Finanzbericht der Nürnberger Behörde hervor, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

Defizit 2026 könnte über acht Milliarden Euro liegen

„Es muss damit gerechnet werden, dass das Defizit 2026 bei über acht Milliarden Euro liegen könnte“, heißt es in dem Bericht. Der gesamte Schuldenstand könnte Ende 2026 sogar bei knapp zehn Milliarden Euro liegen, wenn man Liquiditätshilfen des Bundes für die BA des Vorjahres hinzunimmt. Wegen der erwarteten Arbeitslosigkeit sei „ein positiver Haushaltssaldo nicht darstellbar“, schreibt die BA in dem Schreiben für den Haushaltsausschuss des Bundestags.

Bis 2030 kumulierte Schulden von 23 Milliarden Euro möglich

„Bis 2030 würde sich der Stand an Liquiditätshilfen auf rund 23 Milliarden Euro kumulieren“, so die BA. Bei dieser Angabe handelt es sich um die Summe der möglichen, Jahr für Jahr angehäuften Defizite. Die Projektion unterliege allerdings noch „einer hohen Unsicherheit“. Die Bundesagentur für Arbeit steht damit vor erheblichen finanziellen Herausforderungen, die durch die anhaltende Konjunkturschwäche und die steigende Arbeitslosigkeit verursacht werden.

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