Die Funke Mediengruppe berichtet über die DKB-Kreditkarte auf Reisen. Unser Autor Christian Hermann teilt seine persönlichen Erfahrungen mit der Visa-Kreditkarte der Deutschen Kreditbank (DKB). Er nutzte die Karte während einer längeren Auslandsreise und erklärt, warum er sie letztlich kündigte.
DKB-Kreditkarte im Test: Meine Erfahrungen im Ausland
Seit etwa fünf Jahren bin ich Kunde der DKB und nutze das Girokonto. Die Kreditkarte bestellte ich bequem über die Banking-App. Der Hauptgrund war ein Auslandsaufenthalt: Ich benötigte eine Karte für weltweite Bargeldabhebungen und kontaktloses Bezahlen. Die Karte kam nach einer Woche an und ließ sich einfach in Apple Pay integrieren. Die monatlichen Kosten betragen 2,49 Euro (29,88 Euro jährlich) in Kombination mit einem kostenlosen Girokonto. Bis zum 6. Juli 2026 gibt es für Neukunden eine Prämie von 15 Euro.
Wichtige Eckdaten auf einen Blick
- Einfache Beantragung und Nutzung: Online beantragbar und über die DKB-App verwaltbar.
- Gebühren: 2,49 Euro monatlich; weltweit kostenfreie Bargeldabhebungen an Visa-Geldautomaten (mindestens 50 Euro) und gebührenfreie Kartenzahlungen.
- Kundensupport: Telefonisch gut erreichbar; E-Mail-Anfragen dauern länger.
Nutzung im Ausland: Meine Erfahrungen
Ich beantragte die Kreditkarte für eine Reise durch Südostasien (Thailand, Kambodscha, Laos, Vietnam, Japan, Indonesien). Nach drei Monaten kündigte ich sie, da ich mit der Debitkarte und einer kostenlosen Ersatzkreditkarte gut zurechtkam. Die Karte nutzte ich hauptsächlich zum Bargeldabheben und gelegentlich zum Bezahlen.
Bargeld abheben und bezahlen – überwiegend problemlos
Die Abhebungen und Zahlungen funktionierten einwandfrei. Die App informierte per Push-Benachrichtigung. Die Transaktionen gingen in Euro von meinem Konto ab. Ein Manko: Der Wechselkurs wurde nicht direkt angezeigt, ich musste ihn selbst berechnen. Positiv: Der Kurs lag meist nahe am offiziellen Kurs.
Kundenservice: Stärken und Schwächen
Telefonisch war der Service gut und kompetent. E-Mail-Anfragen dauerten länger. Bei einer Sicherheitslücke sperrte die Bank die Karte vorsorglich – ein Zeichen für zuverlässige Sicherheitsmaßnahmen.
Positive Erfahrungen reichen nicht aus
Die Karte erwies sich als treu, aber ich kündigte sie wegen der monatlichen Gebühren. Meine DKB-Visa-Debitkarte und die kostenfreie GenialCard der Hanseatic Bank reichten mir. Die Debitkarte wurde in den bereisten Ländern ebenso gut akzeptiert. Allerdings benötigt man in manchen Fällen (Autovermietung, Hotelkautionen) eine Kreditkarte.
Aktivkundenstatus reduziert Auslandsgebühren
Dank meines Aktivkundenstatus ist die Zahlung in Fremdwährungen mit der Debitkarte kostenlos. Ohne diesen Status fallen 2,2 Prozent Gebühren an. Neukunden erhalten den Status automatisch für drei Monate, Bestandskunden bei monatlichen Geldeingängen von mindestens 700 Euro. Die Kreditkarte ist unabhängig vom Status gebührenfrei im Ausland. Die Kündigung erfolgte einfach über die App, die auch eine Card-Control-Funktion bietet.
Extras der DKB-Kreditkarte
- Kostenloses Notfallpaket: Ersatzkarte oder Bargeld bei Verlust.
- Mobiles Bezahlen: Kompatibel mit Apple Pay und Google Pay.
Fazit: Für wen sich die Karte lohnt
Die DKB-Kreditkarte ist eine gute Option für Bestandskunden, die eine unkomplizierte Kreditkarte suchen. Wer kein DKB-Kunde ist, findet viele kostenlose Alternativen. Die Karte bietet keine Extras wie Versicherungen oder Cashback, aber solide Basisleistungen.



