Deutsche Exporte steigen dank US-Geschäft vierten Monat in Folge
Exporte steigen vierten Monat in Folge dank USA

Die deutschen Exporte sind im Mai 2025 den vierten Monat in Folge gestiegen. Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, legten die Ausfuhren kalender- und saisonbereinigt um 0,9 Prozent gegenüber April auf 137,9 Milliarden Euro zu. Im Vergleich zum Vorjahresmonat Mai 2024 ergab sich ein Plus von 6,1 Prozent.

US-Geschäft als wichtigster Treiber

Der größte Anteil der deutschen Exporte ging erneut in die USA. Dorthin wurden Waren im Wert von 14,1 Milliarden Euro ausgeführt – ein Anstieg von 23,1 Prozent gegenüber April und rund 15 Prozent mehr als im Mai 2024. Trotz dieser positiven Entwicklung mahnen Ökonomen zur Vorsicht. Thomas Gitzel, Chefvolkswirt der VP Bank, erklärte: „Die üppigen Exportzuwächse gegenüber den USA sollten derweil nicht als Trendwende im transatlantischen Handel verstanden werden. Die Handelshemmnisse haben sich mit den Trump’schen Zöllen erhöht, gleichzeitig verlagern viele Unternehmen ihre Produktion direkt in die USA.“ Damit werde das Exportvolumen über den Atlantik nachhaltig gering sein.

Schwäche im Europa-Geschäft

Während die Exporte nach China um 7,1 Prozent auf 6,2 Milliarden Euro und nach Großbritannien leicht auf 6,7 Milliarden Euro zulegten, entwickelte sich das Geschäft mit der Europäischen Union rückläufig. In die EU-Staaten wurden im Mai Waren im Wert von 78,3 Milliarden Euro exportiert – ein Minus von 1,1 Prozent gegenüber April. Die Importe nach Deutschland sanken im Mai um 2,5 Prozent auf 118,8 Milliarden Euro, lagen aber 6,9 Prozent über dem Vorjahresmonat. Die meisten Importe stammten erneut aus China: Waren im Wert von 15,1 Milliarden Euro wurden eingeführt, ein Plus von zwei Prozent gegenüber April.

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