Hitzewelle in Berlin: Feuerwehr verzeichnet deutlich mehr Einsätze
Hitzewelle Berlin: Feuerwehr mit mehr Einsätzen

Hitzewelle in Berlin: Feuerwehr verzeichnet deutlich mehr Einsätze

Berlin steckt mitten in einer Hitzewelle. Bei Temperaturen über 30 Grad musste die Berliner Feuerwehr bereits am Freitag deutlich mehr Rettungseinsätze fahren als gewöhnlich. Insgesamt rückten die Einsatzkräfte im Zeitraum von 8 bis 15 Uhr 587 Mal aus. Bei diesen Zahlen handelt es sich zwar nicht ausschließlich um hitzebedingte Fälle, ein Zusammenhang zum Wetter scheint dennoch wahrscheinlich.

Steigende Einsatzzahlen mit den Temperaturen

Schon in den vergangenen Tagen hatte sich die Einsatzzahl mit den steigenden Temperaturen stetig erhöht. Waren es vor einer Woche Freitag im betrachteten Zeitraum noch 491 Einsätze, kletterte die Zahl am Mittwoch schon auf 522 und am Donnerstag dann auf 557.

Hitze führt zu Kreislaufproblemen, Dehydrierung und Sonnenstich

Auch bei den Berliner Hilfsorganisationen rechnet man insbesondere am kommenden Hitze-Wochenende mit erhöhten Einsatzahlen. Die häufigsten Gründe hierfür seien bekanntermaßen Kreislaufprobleme, Schwächeanfälle, Dehydrierung und Sonnenstiche, heißt es etwa vom Arbeiter-Samariter-Bund (ASB). Über das Modul EHSH bietet der ASB interessierten Personen Schulungen an, wie man sich auf Hitzewellen vorbereiten beziehungsweise mit diesen umgehen kann.

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Viele Einlieferungen wegen Flüssigkeitsmangel

Die Hitze hat sich derweil auch in den Notaufnahmen der Vivantes-Kliniken bemerkbar gemacht. „Die Teams haben vermehrt Menschen versorgt, die hitzebedingt eingeliefert wurden“, sagt Vivantes-Sprecherin Christina Bustorf. Eine sehr häufige Ursache sei Flüssigkeitsmangel gewesen, in wenigen Fällen war es ein Sonnenstich.

Feuerwehr Berlin: Mindestens zwei Liter Wasser am Tag

„Hitze wird häufig unterschätzt“, erklärt Jens Retter, Landesarzt des Berliner Roten Kreuzes. „Besonders ältere Menschen haben oft ein geringeres Durstgefühl und bemerken Warnzeichen des Körpers mitunter zu spät.“ Deshalb sei es wichtig, ausreichend zu trinken, körperliche Anstrengungen möglichst in die kühleren Morgen- und Abendstunden zu verlegen und direkte Sonneneinstrahlung zu vermeiden. „Auch wohnungslose Menschen sind bei großer Hitze besonderen Belastungen ausgesetzt“, so Retter. „Wer helfen möchte, kann Wasser anbieten oder auf kühle Aufenthaltsorte und Unterstützungsangebote aufmerksam machen.“

Die Berliner Feuerwehr empfiehlt, mindestens zwei Liter Wasser am Tag zu trinken. „Achten Sie besonders auf Kinder sowie ältere, kranke oder pflegebedürftige Menschen“, so ein Sprecher. Außerdem sollten Kinder und Tiere in keinem Fall im verschlossenen Auto zurückgelassen werden, auch nicht nur kurz oder mit leicht geöffnetem Fenster. „Fahrzeuge heizen sich sehr schnell auf und werden zur Hitzefalle“, heißt es von der Feuerwehr.

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