Die große Hitze macht erst einmal Pause! Nach Tagen mit Backofen-Temperaturen dreht sich das Wetter am Sonntag. Eine Kaltfront schiebt die schwül-warme Luft aus Deutschland, dahinter strömt spürbar kühlere Luft aus dem Norden nach. Es gibt Abkühlung pur für die nächsten Tage. Doch der Sommer 2026 bleibt auf Rekordkurs.
Rekordverdächtige Halbzeitbilanz
Diplom-Meteorologe Dominik Jung erklärte gegenüber BILD: „Zur Halbzeit steht der Sommer 2026 im Deutschland-Mittel bei rund 19,5 Grad – das wäre, Stand jetzt, der zweitwärmste Sommer seit Beginn der Aufzeichnungen 1881. Zum Vergleich: Der langjährige Durchschnittswert liegt bei etwa 16 bis 17 Grad, wir liegen also deutlich darüber.“ Meteorologisch gesehen ist es zu warm. Einige halten sogar einen Rekord-Sommer für möglich. Wichtig bleibt aber: Das ist ein Zwischenstand. Wo der Sommer am Ende landet, entscheidet sich erst im August.
Der heißeste Sommer der Geschichte
Für die Aufzeichnungen des Wetters wird die Tagesmitteltemperatur aus den kontinuierlichen Messungen über den gesamten Tag berechnet. Auch die Werte aus der Nacht zählen dazu. Der heißeste Sommer seit Beginn der flächendeckenden Wetteraufzeichnungen (1881) in Deutschland war der Sommer 2003. Er hatte laut Deutschem Wetterdienst (DWD) eine Durchschnittstemperatur von 19,7 Grad und gilt bis heute als der legendäre „Jahrhundertsommer“. Der Rekordkurs des Sommers 2026 ist noch lange nicht vorbei. Denn Meteorologen gehen davon aus, dass Ende Juli schon die nächste Hitzewelle wieder über Nordafrika, Spanien und Frankreich nach Deutschland kommen könnte.
Kaltfront bringt Gewitter und Abkühlung
Doch die nächsten Tage werden eher kühler. DWD-Meteorologe Thore Hansen sagte zu BILD: „Im Nordwesten liegen die Temperaturen bei 20, im Osten bei 22, im Westen zwischen 21 und 24 und im Süden zwischen 20 und 26 Grad.“ In Bayern kann es Blitz, Donner und teilweise Starkregen geben. Vereinzelt können sich sogar Superzellen bilden. Es droht die Gefahr von Unwettern. Auch der Norden muss sich auf Regen und Gewitter einstellen. Im Westen und Südwesten bleibt es freundlich.
Ausblick: Nächste Hitzewelle in Sicht
Nach der vorübergehenden Abkühlung könnte bereits Ende Juli die nächste Hitzewelle aus Nordafrika über Spanien und Frankreich nach Deutschland vordringen. Damit bleibt der Sommer 2026 weiterhin auf Rekordkurs. Ob der Jahrhundertsommer 2003 übertroffen wird, hängt maßgeblich von den Temperaturen im August ab. Die Meteorologen bleiben gespannt.



