Finnland überholt Deutschland pro Kopf bei Eurojackpot-Gewinnen
Finnland vorn bei Eurojackpot pro Einwohner

Finnland hat beim Eurojackpot pro Einwohner die Nase vorn. Im ersten Halbjahr 2026 gingen drei der insgesamt elf europaweit geknackten Jackpots an finnische Spieler – ein Land mit nur rund 5,6 Millionen Einwohnern. Deutschland hingegen stellt zwar die meisten absoluten Millionäre, wird aber pro Kopf von den Finnen übertroffen. Die Halbjahresbilanz der Lotterie gibt Einblicke in die Gewinnerverteilung.

Finnland dominiert die Pro-Kopf-Statistik

Bereits bei der ersten Ziehung des Jahres am 2. Januar 2026 gewann ein finnischer Tipper einen Jackpot von 74,1 Millionen Euro. Nur vier Wochen später folgte ein weiterer Millionengewinn über 17,6 Millionen Euro. Anfang April kam ein dritter Jackpot über fünf Millionen Euro hinzu. Damit entfielen drei der elf Jackpots auf Finnland. Schon seit Jahren fällt das Land durch überdurchschnittlich viele Großgewinne auf. Das staatliche Glücksspielunternehmen Veikkaus erklärte bereits 2017, Finnland habe doppelt so viele Jackpot-Gewinne erzielt wie statistisch zu erwarten gewesen wäre. Einen eindeutigen Grund dafür nennen die Veranstalter bis heute nicht. Die Ziehung der Gewinnzahlen findet zwar in der finnischen Hauptstadt Helsinki statt, aber das verschafft den Finnen keinen Glücksbonus. Je mehr Tipps in einem Land gespielt werden, desto mehr Gewinne sind dort statistisch zu erwarten. Vergleichbare Teilnehmerzahlen aller Eurojackpot-Länder werden jedoch nicht veröffentlicht.

Deutschland bleibt absolute Eurojackpot-Hochburg

Absolut betrachtet dominiert Deutschland den Eurojackpot wie kein anderes Land. Seit dem Start der Lotterie im Jahr 2012 wurden europaweit 703 Millionäre in den Gewinnklassen 1 und 2 gezählt. 393 von ihnen stammen aus Deutschland, das entspricht rund 56 Prozent aller Millionengewinner. Auch im ersten Halbjahr 2026 setzte sich dieser Trend fort: Von insgesamt 45 neuen Millionären kamen allein 26 aus Deutschland. Kein anderes Teilnehmerland erreichte auch nur annähernd diesen Wert. Besonders erfolgreich war hierzulande Nordrhein-Westfalen. Gleich zwei der vier deutschen Jackpot-Gewinne des ersten Halbjahres wurden dort erzielt: Ende März gingen rund 70,7 Millionen Euro nach NRW, Ende Juni folgte ein weiterer Treffer über rund 87,2 Millionen Euro. Die beiden übrigen deutschen Jackpots gingen ins Saarland (53,7 Millionen Euro) und nach Baden-Württemberg (74,8 Millionen Euro). Den höchsten Gewinn des Halbjahres sicherte sich allerdings ein Tipper aus Tschechien, der Ende Mai den Maximaljackpot von 120 Millionen Euro knackte.

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Deutschland schreibt auch die Eurojackpot-Geschichte mit

Nicht nur bei den Millionengewinnern führt Deutschland die Statistik an. Von den bislang acht Mal ausgeschütteten Maximaljackpots über jeweils 120 Millionen Euro gingen gleich vier an deutsche Spielteilnehmer. Die übrigen Höchstgewinne entfielen auf Dänemark (zweimal), Norwegen und zuletzt Tschechien. Elf Jackpots in nur sechs Monaten: Ein weiterer Blick in die Halbjahresbilanz zeigt, wie ereignisreich die ersten sechs Monate des Jahres waren. Insgesamt schüttete Eurojackpot in diesem Zeitraum rund 1,2 Milliarden Euro aus. Neben den 45 neuen Millionären freuten sich außerdem 378 Spieler über Gewinne zwischen 100.000 und 999.999 Euro. Die Lotterie betont, dass die Teilnahme ab 18 Jahren erlaubt ist und Glücksspiel süchtig machen kann. Hilfe bietet die Bundesweite Glücksspielsucht-Hotline unter buwei.de.

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