Steuereinnahmen von Bund und Ländern im Juni leicht gesunken
Steuereinnahmen im Juni leicht gesunken

Die Steuereinnahmen von Bund und Ländern sind im Juni 2026 im Vergleich zum Vorjahresmonat um 0,4 Prozent gesunken. Insgesamt nahmen die öffentlichen Kassen 98,1 Milliarden Euro ein, wie aus dem neuen Monatsbericht des Bundesfinanzministeriums hervorgeht, der am Dienstag veröffentlicht werden soll.

Entwicklung im ersten Halbjahr 2026

Im ersten Halbjahr 2026 lagen die Steuereinnahmen bei 451,2 Milliarden Euro, was einem Plus von 0,8 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht. Für das Gesamtjahr rechnen Experten mit einem Zuwachs von 1,2 Prozent.

Gewinner und Verlierer bei den Steuerarten

Überdurchschnittliche Anstiege gab es im Juni bei der Lohnsteuer, der Abgeltungsteuer auf Zinserträge, der Tabaksteuer, der Versicherungsteuer und der Kfz-Steuer. Rückläufig waren dagegen die Einnahmen aus der Einkommensteuer, der Körperschaftsteuer und der Mehrwertsteuer.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Der Monatsbericht des Bundesfinanzministeriums zeigt damit eine gemischte Entwicklung. Während die Lohnsteuer als wichtigste Einnahmequelle der öffentlichen Hand zulegte, schwächelte die Mehrwertsteuer, die ein Indikator für die Konsumlaune ist.

Ausblick und Experteneinschätzung

Für das Gesamtjahr 2026 rechnen Experten mit einem Anstieg der Steuereinnahmen um 1,2 Prozent. Die aktuellen Zahlen deuten jedoch auf eine verhaltene Entwicklung hin, die durch konjunkturelle Unsicherheiten und die schwache Mehrwertsteuerentwicklung geprägt ist.

Mehr: Wie viel Steuern und Sozialabgaben müssen Beamte zahlen? Erstpublikation: 21.07.2026, 00:29 Uhr. rtr Veröffentlicht nach den redaktionellen Standards des Handelsblatts.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration