Ein Catering-Unternehmen möchte auf dem Gelände des ehemaligen Fliegerhorsts Penzing in der Area61 eine Großküche aufbauen. Das bestätigte die Betreibergesellschaft auf Anfrage. Die Planungen sehen vor, dass dort künftig täglich bis zu 10.000 Essen für Schulen, Kitas und Betriebe zubereitet werden könnten.
Projektdetails und Hintergrund
Die Area61 ist ein Gewerbegebiet, das auf dem früheren Militärgelände entsteht. Der Caterer, dessen Name noch nicht genannt wird, hat bereits eine Absichtserklärung unterzeichnet. Die Investitionssumme liegt nach Informationen der Augsburger Allgemeinen im zweistelligen Millionenbereich. Die Großküche soll auf einer Fläche von rund 5.000 Quadratmetern entstehen.
Der Standort bietet ideale Bedingungen: Die Lage an der B17 ermöglicht eine schnelle Anbindung an die umliegenden Städte wie Landsberg und Augsburg. Zudem sei die Infrastruktur mit Strom- und Wasserversorgung bereits vorhanden, heißt es aus dem Landratsamt.
Arbeitsplätze und regionale Wertschöpfung
Durch das Projekt könnten etwa 150 neue Arbeitsplätze entstehen, vor allem in der Lebensmittelproduktion und Logistik. Der Caterer verspricht, regionale Produkte zu verwenden und mit lokalen Landwirten zusammenzuarbeiten. Das würde die Wertschöpfung in der Region stärken.
Laut einer Studie des Ifo-Instituts könnte die Ansiedlung weitere Unternehmen anziehen. Bereits jetzt haben sich mehrere Firmen in der Area61 niedergelassen, darunter ein Logistikzentrum und ein Technologieunternehmen.
Bauplanung und Zeitrahmen
Die Bauanträge sollen in den nächsten Monaten eingereicht werden. Wenn alles nach Plan läuft, könnte die Großküche im Jahr 2026 in Betrieb gehen. Die Betreibergesellschaft rechnet mit einer Bauzeit von rund 18 Monaten.
Bürgermeister der Stadt Landsberg, Mathias Neuner, zeigte sich erfreut: „Das ist ein starkes Signal für den Wirtschaftsstandort. Die Ansiedlung schafft nicht nur Arbeitsplätze, sondern belebt auch das gesamte Areal.“
Herausforderungen und Kritik
Es gibt jedoch auch kritische Stimmen. Anwohner befürchten mehr Verkehrslärm und eine erhöhte Umweltbelastung. Die Betreibergesellschaft verspricht, moderne Filteranlagen einzubauen und den Lkw-Verkehr zu bündeln. Zudem sollen Grünflächen erhalten bleiben.
Die Stadtverwaltung prüft derzeit die Umweltverträglichkeit. Ein Gutachten soll im Sommer vorliegen. Sollte es Auflagen geben, müsse der Caterer diese erfüllen, so Neuner.



