Geschäftszahlen-Newsblog: Super Micro, Novartis, Lindt & Sprüngli, Bank Bär, Schindler
Geschäftszahlen-Newsblog: Super Micro, Novartis, Lindt & Sprüngli

Super Micro profitiert vom KI-Boom

Der Server-Anbieter Super Micro Computer verzeichnete im vierten Quartal Aufträge im Wert von über 60 Milliarden US-Dollar, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. Der Aktienkurs stieg daraufhin im nachbörslichen Handel um 16 Prozent. Die Nachfrage nach Hochleistungsrechnern für Künstliche Intelligenz treibt das Geschäft an, da Technologieunternehmen und Cloud-Anbieter ihre Investitionen in Rechenzentren ausweiten. Für das Ende Juni abgelaufene Quartal erwartet Super Micro eine bereinigte Bruttomarge zwischen 15 und 17 Prozent, deutlich über der bisherigen Prognose von 8,2 bis 8,4 Prozent, was auf einen günstigen Kunden- und Produktmix zurückzuführen ist.

Lindt & Sprüngli wächst dank Preiserhöhungen

Der Schweizer Schokoladenhersteller Lindt & Sprüngli steigerte im ersten Halbjahr den Umsatz organisch um 4,3 Prozent auf 2,33 Milliarden Franken, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. Das Betriebsergebnis (Ebit) verbesserte sich leicht auf 260,2 Millionen Franken und übertraf die Analystenerwartungen. Die Ebit-Marge stieg auf 11,2 von 11 Prozent im Vorjahr. Um gestiegene Kosten auszugleichen, hob der Konzern die Preise weltweit um 11,8 Prozent an, was jedoch zu einem Volumenrückgang von 7,5 Prozent führte. In Europa führte die Kaufzurückhaltung und fehlende Touristen aus Asien und dem Nahen Osten zu einem organischen Umsatzminus von 2,1 Prozent, während Nordamerika und der Rest der Welt zweistellige Zuwächse verzeichneten. Konzernchef Adalbert Lechner kündigte gezielte Preisanpassungen und verstärktes Marketing an. Der Ausblick für das Gesamtjahr wurde bestätigt: organisches Umsatzwachstum von vier bis sechs Prozent und eine Verbesserung der Ebit-Marge um 20 bis 40 Basispunkte.

Novartis: Generika-Konkurrenz belastet

Der Schweizer Pharmakonzern Novartis steigerte im zweiten Quartal den Umsatz dank starker Krebsmedikamente um drei Prozent auf 14,4 Milliarden Dollar, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. Das bereinigte operative Kernergebnis stagnierte bei 5,94 Milliarden Dollar und übertraf die Analystenerwartungen von 5,31 Milliarden Dollar. Die Generika-Konkurrenz für das Herzmittel Entresto belastete das Ergebnis. Die Prognose für das Gesamtjahr wurde bestätigt: währungsbereinigtes Umsatzwachstum im niedrigen einstelligen Prozentbereich, der bereinigte operative Gewinn soll in ähnlicher Größenordnung sinken.

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Bank Bär erzielt Rekordgewinn

Die Bank Julius Bär verzeichnete im ersten Halbjahr einen Gewinnsprung von 128 Prozent auf 673 Millionen Franken, wie das Schweizer Institut am Dienstag mitteilte. Damit übertraf der Vermögensverwalter die Analystenschätzungen von 640 Millionen Franken. Die verwalteten Vermögen stiegen um fünf Prozent auf 547 Milliarden Franken, getragen von wachsenden Finanzmärkten und neuen Mittelzuflüssen von 5,7 Milliarden Franken. Im Vorjahr hatten Belastungen aus dem Verkauf des Brasilien-Geschäfts sowie Wertberichtigungen das Ergebnis gedrückt. Im Mai hatte Bär die Wachstumsprognose für 2026 gesenkt und eine Verlangsamung des Neugeld-Wachstums in Aussicht gestellt.

Aufzugbauer Schindler mit Ergebnisanstieg

Der Schweizer Aufzug- und Fahrtreppenhersteller Schindler steigerte im ersten Halbjahr die operative Umsatzrendite (Ebit-Marge) auf 13,2 Prozent von 12,3 Prozent im Vorjahr, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. Das operative Ergebnis (Ebit) erhöhte sich um 4,6 Prozent auf 706 Millionen Franken. Wechselkurseffekte drückten den Umsatz um 2,9 Prozent auf 5,33 Milliarden Franken, bereinigt wuchs er um 1,4 Prozent. „In Lokalwährungen stieg der Umsatz in allen Regionen mit Ausnahme Chinas“, erklärte der Konzern. Für das Gesamtjahr 2026 rechnet Schindler weiter mit einem Umsatzwachstum im unteren bis mittleren einstelligen Bereich in Lokalwährungen sowie einer Ebit-Marge von rund 13 Prozent.

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